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Frostiger Empfang: Merkels Besuch in Chemnitz

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Von Euronews
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Ende August war die Lage in Chemnitz eskaliert, Anti-Merkel-Proteste mischten sich mit rechtsradikalen Demonstrationen. Eine öffentliche Debatte über die Interpretation des Wortes "Hetzjagd" führte letztlich zur Absetzung von Verfassungsschutz-Chef Maa´ßen. Merkel ist nun nach Chemnitz gereist.

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Gegen einen Besuch von Angela Merkel haben in Chemnitz rund 400 Menschen protestiert. In der sächsischen Stadt zeigten Demonstranten am Freitagabend Transparente mit der Aufschrift "Merkel muss weg".

Es war der erste Besuch der Kanzlerin seit den fremdenfeindlichen Übergriffen von Ende August. Diese hatten zu einer öffentlichen Debatte über die Qualität medialer Berichterstattung geführt.

Bei ihrem Besuch ging Merkel auf Vorwürfe ein, die gegen Journalisten erhoben worden waren:

"Die, die damit gar nichts zu tun haben, im Gegenteil, die das genauso empört, wie den Journalisten, der darüber berichtet, die dürfen doch nicht zum Schluss sagen: Der Journalist ist es, der mir Chemitz schlecht macht, sondern die müssen doch sagen: Wir sind doch auch Chemnitz. Wir wollen unsere Stimme erheben."

Mitglieder rechtsextremer Gruppierungen hatten in Chemnitz im August und im September gegen Merkels Asylpolitik protestiert, sich Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert und den Hitlergruß gezeigt. Später wurde auch ein jüdisches Restaurant angegriffen.

Nach der Veröffentlichung eines Videomitschnitts war eine Debatte um die Interpretation des Gezeigten entbrannt. Die Diskussion um den Begriff "Hetzjagd" hatte letztlich zur Absetzung von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen geführt und die Große Koalition vor eine Zerreissprobe gestellt.

Merkel wurde dafür kritisiert, nicht früher nach Chemnitz gereist zu sein. Ihr Besuch wurde mit einem Großaufgebot der Polizei gesichert.

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