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Gaslieferung durch Turkish Stream ab Ende 2019

Gaslieferung durch Turkish Stream ab Ende 2019
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Die Gaspipeline Turkish Stream von Russland in die Türkei soll voraussichtlich im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Auf einer Feier zur Einweihung eines Abschnitts der Pipeline in Istanbul erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, mindestens die Hälfte der Gaslieferung werde an Europa gehen. In den Vordergrund stellte Erdogan die bilateralen Beziehungen:

"Die türkisch-russische Freundschaft ist nach vielen Prüfungen über die Jahre gewachsen und jetzt trägt sie Früchte für beide Seiten. Der Rahmen unserer gegenseitigen Beziehungen hat sich niemals durch Druck von außen oder Forderungen anderer Nationen verändert."

Der russische Präsident Wladimir Putin sieht die Türkei als künftige Drehscheibe im Gasgeschäft:

"Der Start von Turkish Stream wird unseren Ländern erlauben, die Zusammenarbeit im Gasbereich wesentlich zu erleichtern. Das Projekt wird große Bedeutung haben für die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei und die gesamte Schwarzmeeregion. Die Pipeline wird auch ein bedeutender Faktor für die Garantie der Energieversorgung nach Europa sein."

Putin dankte Erdogan für den politischen Willen und den Mut zu diesem Gasprojekt. Ein genaues Datum der Inbetriebnahme nannten die Präsidenten nicht. Nach Angaben der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu soll das erste Gas Ende 2019 durch die neue Leitung strömen.

Der Teil der Pipeline, der durchs Schwarze Meer führt, ist laut Erdogan schon abgeschlossen. Vom Endpunkt Istanbul wird die Leitung an ein schon existierendes Netz angeschlossen und führt damit bis an die griechische Grenze.