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Lebenslang für Spionage: Brite (31) verurteilt

Lebenslang für Spionage: Brite (31) verurteilt
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Ein 31 Jahre alter Brite ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Abu Dhabi sah es als erwiesen an, dass Matthew Hedges in den Emiraten für die britische Regierung spioniert hat. Cinzia Bianco, eine Kollegin Hedges‘, sagt:

„Das ist schrecklich für seine Familie und auch für uns - seine Kollegen, die ebenfalls wissenschaftlich arbeiten. Diese Geschichte zeigt der Welt eine neue Form der Unterdrückung von Forschung, von Journalisten und Analysten", sagt Bianco.

Hedges, der an der University of Durham seine Doktorarbeit schreibt, weilte eigenen Angaben nach für einen Forschungsaufenthalt in dem Land. Seine Ehefrau Daniela Tejada ist verzweifelt.

„Ich habe alles getan, was in meiner Macht steht, um ihn nach Hause zu bringen. Er ist Brite, die britische Regierung muss sich einsetzen. Ich weiß nicht, was die Regierung tun kann und wie, aber ich habe das Gefühl, dass sie größere Anstrengungen unternehmen sollte, um ihn sicher zu mir nach Hause zu bringen", so Tejada.

Laut der britischen Regierung war Hedges nie als Spion tätig. Außenminister Jeremy Hunt sagt:

„Wir sehen keinerlei Beweise für die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden. Wir sorgen uns um sein Wohlergehen. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eigentlich ein Freund und Verbündeter Großbritanniens, wir haben dem Land mehrmals Sicherheiten in Bezug auf Matthew Hedges gegeben. Wenn wir zu keiner Lösung kommen, wird das ernsthafte diplomatische Folgen haben."

Hedges war am 5. Mai am Flughafen Dubai festgenommen worden, als er das Land verlassen wollte. Örtliche Medien berichten, der Brite habe gegenüber den Behörden seine Schuld eingestanden. Der 31-Jährige bestreitet das. Ein Einheimischer hatte den Behörden gemeldet, dass Hedges ihm Fragen zu Themen gestellt habe, die vertrauliche Aspekte des Staates betroffen haben sollen.