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Moskau: Neue Beweise im Fall Skripal lediglich "Ablenkungsmanöver"

Moskau: Neue Beweise im Fall Skripal lediglich "Ablenkungsmanöver"
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Im Fall Skripal hat die britische Polizei neue Videoaufnahmen veröffentlicht. Zu sehen sind offenbar die beiden Hauptverdächtigen, zwei mutmaßliche russische Geheimdienstmitarbeiter. Überwachungskameras filmten die Männer am Tag der Tat am Bahnhof von Salisbury – unweit der Parkbank, auf der die Skripals vergiftet aufgefunden wurden.

Bei der Spurensuche kam auch der Ermittler Nick Bailey mit dem Nervengift Nowitschok in Berührung. Er meldete sich nun erstmals zu Wort: "Ich hatte Angst, Angst vor dem Unbekannten. Das ist so ein gefährliches Zeug, das ich in meinem Körper hatte. Ich wusste, wie schlecht es den Skripals ging und war wie gelähmt vor Angst.“

Mittlerweile hat sich Bailey wieder erholt, auch Sergei und Julia Skripal geht es wieder besser. Durch die nun veröffentlichten Videos erhofft sich London neue Hinweise zum Tatverlauf im Fall Skripal.

Aber auch zum Tod einer Frau Ende Juni nahe Salisbury durch den Kampfstoff Nowitschok. Dieser befand sich offenbar in einer Parfumflasche, die der Freund des Opfers gefunden und seiner Partnerin geschenkt hatte. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Männer das Fläschchen nach dem Anschlag auf Skripals Haus weggeworfen hatten.

Moskau weist jegliche Verwicklung in die Affäre vehement zurück. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums schrieb auf Facebook, dass diese angeblichen Beweise nichts weiter als ein Ablenkungsmanöver der Briten von den Brexit-Wirren seien.