Eilmeldung

1 Jahr nach Nowitschok-Angriff: May besucht Salisbury

1 Jahr nach Nowitschok-Angriff: May besucht Salisbury
Schriftgrösse Aa Aa

Genau vor einem Jahr wurde die englische Kleinstadt Salisbury Schauplatz eines Verbrechens - dessen Folgen international hohe Wellen schlug, die noch immer nicht geglättet sind.

Der russische Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Yulia wurden in Salisbury auf offener Straße mit dem Nervengas Nowitschok angegriffen, ein weiteres Opfer - diese Frau aus der Region und Mutter von 3 Kindern - erlag ihrer Vergiftung. Die Spur der Ermittler führte nach Russland - Großbritannien sieht das Land in der Verantwortung.

"Was ich heute klar spüren konnte war der ungeheure Mut und die Entschlossenheit der Menschen in Salisbury. Es war ein schweres Jahr für sie. Besonders schwierig für die unmittelbaren Opfer dieses rücksichtslosen Angriffs auf den Straßen von Salisbury - der Einsatz einer chemischen Waffe, ein Nervengas auf unseren Straßen. Wir haben Salisbury unterstützt - eine pulsierende und dynamische Stadt. Es ist ein wundervoller Ort für einen Besuch", sagte May bei ihrem Besuch.

Ein Tweet vom offiziellen Account der Regierungschefin untergrub ihre Lobeshymne auf die Stadt - das dort gepostete Bild zeigte - statt Salisbury - die Stadt Bath. Ein Fehler, der später korrigiert wurde.

Für Großbritannien gelten zwei russische Geheimdienstmitarbeiter als Verdächtige in dem Fall. Doch Russland weist jede Schuld von sich, verlangt Beweise und beteuert seinen guten Willen, Großbritannien bei der Aufklärung zu unterstützen. Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte:

_"Es gibt diese grundlegende Frage, die beantwortet werden muss. Was genau passierte in Salisbury vor einem Jahr? Alle Einzelheiten: Zeit, Ort, Umstände, Zeugen, Ablauf, was stattfand, das ist eine sehr einfache Frage. Aber ohne eine Antwort ist es unsinnig, nach vorn zu schauen. Niemand hat eine offizielle Antwort auf diese Frage gegeben."
_

Die Stadt Salisbury wurde am vergangenen Freitag offiziell für Nowitschok-frei erklärt. Rund 800 Spezialisten hatten zwölf Areale auf Spuren des Nervengifts überprüft und gesäubert. Der Schock über den Vorfall und Furcht um die eigene Sicherheit hat sich dennoch tief ins Gedächtnis der Einwohner Salisburys gebrannt.

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.