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G20: Absagen, Verspätungen und Zweifel

G20: Absagen, Verspätungen und Zweifel
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Ankunft in Buenos Aires: Staats- und Regierungschefs, wichtige Politiker und Delegationen sind nach Argentinien gereist, wo am Freitag und Samstag der G20-Gipfel wichtiger Industrie- und Schwellenländer stattfindet. Während sich Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel wegen einer Flugzeugpanne verspätet und ein Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping verpasst, weiß US-Präsident Donald Trump noch nicht so recht, was er mit China anfangen soll:

"Wir sind kurz davor, etwas mit China zu machen", so Trump vorab, "aber ich weiß nicht, ob ich das überhaupt will. Denn derzeit kommen Milliarden um Milliarden an Dollars in Form von Zöllen und Steuern in die Vereinigten Staaten. Ich weiß also wirklich nicht. Aber ich verrate Ihnen etwas: Ich glaube, China will einen Deal. Ich bin einem Deal gegenüber aufgeschlossen. Aber ehrlichgesagt mag ich den Deal, den wir gerade haben."

Das Treffen mit Russlands Präsident Putin sagte Trump schriftlich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ab. Das hatte er bereits vorher angekündigt und mit Russlands Verhalten in der Ukraine-Krise begründet.

Kontrovers geht es auch um den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zu. Er wird verdächtigt, in den Mord an dem regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi verwickelt zu sein. Merkel will ihn nicht treffen, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will das dagegen schon tun.

Bereits am Donnerstag hatte es wichtige Vorab-Treffen gegeben. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk haben mit Argentiniens Präsident Mauricio Macri gesprochen. Der hat auch seine Probleme, das Gastgeberland des G20-Gipfels steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die hohen Aufwendungen für die Ausrichtung des Gipfels haben das nicht besser gemacht.

Zehntausende Demonstranten wollen zum Auftakt des zweitägigen Gipfels am Freitag gegen die Wirtschaftskrise in Argentinien und die Staatsführer protestieren, die aus ihrer Sicht nicht genug gegen soziale Ungerechtigkeit in der Welt tun. Das Pressezentrum des Gipfels erlebte am Donnerstag auch einige Pannen, weil das Internet mehrmals ausfiel – einmal für rund eine Stunde.