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Frankreich: "Gelbwesten" protestieren weiter

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Frankreich: "Gelbwesten" protestieren weiter

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Die «Gelbwesten»-Proteste halten Frankreich seit Mitte November in Atem. Es ist eine landesweite Protestbewegung - ohne Organisation und Sprecher. Überall in Frankreich versammeln sich Menschen ausgestattet mit den gelben Warnwesten, um gegen die Steuererhöhungen und die Reformpolitik der Regierung zu demonstrieren. Zumeist friedlich, wie in Rennes, wo unsere euronews-Reporterin Anelise Borges einige der Gelbwesten getroffen hat. Trotz der Gefahr weiterer Ausschreitungen wollen sie weiter demonstieren, der Frust ist groß:

Patrick Leborgne: "Bei den Ausschreitungen sehen wir gewaltbereite Gruppen. Anarchisten und rechtsextreme Gruppen, die sehr gut organisiert sind, echte geheime Armeen. Dewegen bitte ich alle Gelbwesten: folgt nicht diesen Gruppen, wir müssen uns von ihnen distanzieren und sie isolieren."

Eine junge Frau: "Wir demonstrieren für uns, aber auch für die Zukunft unserer Kinder. Sitzen wir heute in der Scheiße, geht es unseren Kindern später noch schlechter. Wir dürfen eines nicht vergessen: Nicht die Reichen machen Frankreich, es sind die kleinen Leute wie wir, wir sind es die die Wirtschaft dieses Landes antreiben."

Ihre Mutter: "Wir sind es leid, am Ende des Monats nichts mehr zu haben, nicht mehr in den Urlaub zu fahren, a uf all das, was reiche Leute genießen zu verzichten. Wir wissen, dass es genug Geld gibt. Frankreich ist reich, aber die Regierung steckt sich das Geld in die Tasche, damit sind wir nicht einverstanden."

Die Behörden bereiten sich auf ein weiteres Wochenende mit Massendemonstrationen vor. 90.000 Sicherheitskräfte sollen landesweit eingesetzt werden. Paris, wo die meisten Demonstranten erwartet werden, wird völlig abgeriegelt. Die Behörden haben alle Geschäfte gebeten, geschlossen zu bleiben.