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Huawei: Kautionsverhandlung vertagt

Huawei: Kautionsverhandlung vertagt
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Eine Kautionsverhandlung für die Finanzdirektorin der chinesischen Firma Huawei ist verschoben worden. Meng Wanzhou, die Tochter des Huawei Gründers, wurde zuvor auf Anordnung der Vereinigten Staaten im kanadischen Vancouver festgenommen.

Sie wird beschuldigt, über eine Firma namens Skycom zwischen 2009 und 2014 heimlich mit dem Iran Geschäfte gemacht zu haben - und das trotz eines Handelsembargos der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten.

Sie habe außerdem versucht zu vertuschen, dass Skycom eine Tochterfirma von Huawei ist.

Im Falle einer Verurteilung drohen ihr deswegen laut Staatsanwalt John Gibb-Carsley 30 Jahre Haft aufgrund der "Verschwörung zum Betrug von Finanzinstitutionen".

Es besteht nun die Befürchtung, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China eskalieren könnte. Und das, nachdem sich die beiden Regierungschefs in der vergangenen Woche auf dem G20-Gipfel auf einen Waffenstillstand geeinigt haben.

Amanda DeBusk, Vorsitzende der internationalen Handelspraxis bei der Anwaltskanzlei Dechert LLP sagte:

"Der Grund, warum wir hier mit harten Bandagen spielen, ist in Wirklichkeit der viel größere Streit, den wir mit China haben. Wir haben den Handelsstreit. Wir haben aber auch den Streit um die Cybersicherheit. Denn seit vielen Jahren sorgen sich die USA, dass Huawei seine Technologie nutzt, um Kunden auszuspionieren."

Die chinesischen Behörden haben um Beweise dafür gebeten, dass Meng gegen das Gesetz verstoßen hat, und verlangen, dass sie freigelassen wird.