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Danke, Brexit - Dover macht sich auf LKW-Invasion gefasst

Danke, Brexit - Dover macht sich auf LKW-Invasion gefasst
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Nur 34 Kilometer sind es nach Festland-Europa, vom Hafen Dover aus.

Und Dover macht sich auf Dauerstaus gefasst, seit die Abstimmung über den „Brexit“-Vertrag im britischen Parlament festgefahren ist. Nach einem „Brexit ohne Abkommen“ könnten die heute 17.000 Lkws täglich nicht mehr ohne aufwendige Kontrollen die wichtigste Nahtstelle zwischen dem Kontinent und Großbritannien passieren. Auch im Hafen wäre Chaos programmiert.

Das könnte die britische Volkswirtschaft fast zwei Milliarden Euro (1,75 Milliarden Pfund) kosten, pro Woche, warnt der – konservative - Chef der Regionalregierung.

Paul Carter, Grafschaftsrat Kent

„2015 hatten wir zwei Wochen lang einen Vorgeschmack, als die Grenzkontrollen in Calais zusammenbrachen und Asylsuchende die Bahngleise entlangliefen. Chaos brach aus, sowohl am französischen Ende als auch im Hafen von Dover und Folkestone. Die ganze Volkswirtschaft wurde angesteckt, das Straßennetz durch ganz Kent. Wir versuchen uns zu wappnen, nicht für den Brexit, sondern auch für künftige Blockaden in den Häfen.“

Damon Embling, Euronews:

„Diese 17-seitige Studie, in der die "No-Deal"-Notfallpläne von Kent detailliert beschrieben werden, zeichnet ein ziemlich düsteres Bild der potenziellen Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft.

Es wird prognostiziert, dass hier bis zu 10.000 Lastwagen stecken bleiben. Der daraus resultierende Verkehrsstau lähmt möglicherweise alles, von Schulprüfungen bis zur Müllabfuhr. "

Frage an Paul Carter:

"Einige halten diesen Bericht und die Chaos-Vorhersagen für Kent für Schwarzmalerei…"

Paul Carter, Grafschaftsrat Kent:

“Soll keiner sagen, dass wir alarmistisch sind. Es ist schon passiert in der Vergangenheit. Dieser Bericht versucht, Wege zu finden, um Chaos zu vermeiden. "

Während sich die Politiker um den „Brexit“ streiten, wissen die Menschen hier genau, was sie wollen.

Maureen Johnson aus Kent:

„Ich habe für den „Brexit“ gestimmt. Ich möchte kein weiteres Referendum, das wäre nicht fair. Sie sollten weitermachen und tun, was ihr Job ist. Macht, dass wir rauskommen… und haltet Einwanderer fern, wir sind so überfüllt, es ist unglaublich."

Andrew Aymes aus Kent:

"Ich bin IT-Ingenieur, und ich habe für „remain“ gestimmt, Drinbleiben. Als Land erwarten wir seit der Abstimmung, dass jemand eine Entscheidung trifft, und statt dessen gerät die Sache immer mehr außer Kontrolle. Wirtschaftlich gesehen glaube ich nicht, dass das Land weiterkommen kann, bevor eine Entscheidung fällt. Und wir haben bereits für einen Austritt gestimmt."

Übrigens - die Verwaltungsangestellten in Kent sollen die nächsten drei bis sechs Monate nach Möglichkeit von zuhause aus arbeiten – dann wären sie von der Straße weg.

su