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COP24: Kurz vor Ende der Konferenz gibt es noch kein Regelwerk zum Klimaschutz

COP24: Kurz vor Ende der Konferenz gibt es noch kein Regelwerk zum Klimaschutz
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REUTERS/Kacper Pempel
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In Kattowitz haben sich viele Teilnehmer der COP24-Klimakonferenz für eine endgültige Schlussfolgerung ausgesprochen, die der Unklarheit bei der Bekämpfung des Klimawandels ein Ende setzt. UN-Generalsekretär António Guterres sagte, die Konferenz sei ein Moment der Wahrheit für den Planeten und dass es keine Zeit für Zweifel gäbe.

Am eigentlich letzten Tag der Klimakonferenz in Polen sind jedoch noch viele Hindernisse zu überwinden, um ein gemeinsames Regelwerk für die Umsetzung der Klimaziele festzulegen.

Das Regelbuch soll eine praktische Anleitung sein, wie die Beschlüsse des Pariser Abkommens aus 2015 umzusetzen seien.

Wir müssen den Klimawandel besiegen, bevor er uns besiegt.

António Guterres UN-Generalsekretär

UN-Generalsekretär António Guterres drängt auf Einigung

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat eine Warnung ausgesprochen.

"Es besteht kein Zweifel daran, dass dies ein Moment der Wahrheit ist. Diese Chance in Kattowitz zu vergeuden, würde unsere letzte Chance gefährden, den Klimawandel zu stoppen. Es wäre nicht nur unmoralisch. Es wäre selbstmörderisch."

Auch auf Twitter versuchte Guterres, deutlich zu machen, wie dringend eine Einigung zum Klimawandel gebraucht werde. Er schrieb: "Wir müssen den Klimawandel besiegen, bevor er uns besiegt. Es ist ein Rennen, das wir gewinnen können. Es ist ein Rennen, das wir gewinnen müssen."

Er erinnerte außerdem daran, dass wir jetzt etwas tun müssen, damit folgende Generationen nicht unter den Folgen des Klimawandels leiden. "Ich habe drei Enkeltöchter", schrieb Guterres. "Ich möchte nicht, dass sie oder die Enkeltöchter irgendjemand anderes unter den Konsequenzen des Klimawandels leiden, die wir eigentlich vermeiden könnten."

Hoffnungsvoller Ausgang der COP24 in Sicht?

Delegierte und Besucher der Klimakonferenz in Kattowitz waren vorsichtig optimistisch.

"Möglicherweise werden sich die Dinge in naher Zukunft ändern, aber es ist kompliziert", sagte einer der Besucher.

Eine andere wünscht sich einen positiven Ausgang der Konferenz: "Hoffentlich endet es gut, ja."

Obwohl es im Moment noch nicht absehbar ist, ob die Länder sich auf ein Regelwerk einigen werden, ist dieser Mann optimistisch: "In den letzten Tagen vor dem Ende des Gipfels, hört man immer wieder, dass die Verhandlungen sehr langsam verlaufen und die Dinge sehr kompliziert und schwierig sind. Und dass es hier in Kattowitz so läuft wie immer. Wenn Sie mich also jetzt fragen, sage ich Ihnen, dass es sehr schwierig und kompliziert ist. Ich bin aber trotzdem optimistisch, dass es am Samstagmorgen eine Einigung über das so genannte Regelwerk geben wird."

Nach fast zwei Wochen intensiven Austauschs im Konferenzzentrum in Kattowitz sind die Hoffnungen auf ein ehrgeiziges Abkommen verschwunden. Die 194 teilnehmenden Länder streiten noch immer über Kredite oder Ziele.

Es wird erwartet, dass die Verhandlungen bis weit in die Nacht und vielleicht sogar bis Samstagmorgen dauern werden. In der Zwischenzeit tickt die Uhr zur Rettung des Planeten.