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Drohungs-Serie gegen sechs deutsche Gerichte: Polizei kann keine Bomben finden

Drohungs-Serie gegen sechs deutsche Gerichte: Polizei kann keine Bomben finden
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An sechs deutschen Gerichten sind Bombendrohungen und ein verdächtiger Brief eingegangen. Ob all diese Fälle miteinander in Verbindung stehen, ist noch nicht bekannt. Auch konnten Durchsuchungen am Freitagmittag nicht bestätigen, dass tatsächlich Bomben in den Gebäuden platziert wurden. Aktuell arbeiten verschiedene Landeskriminalämter daran, nach Verbindungen suchen.

In Magdeburg meldete die Polizei, dass um 7:45 Uhr eine Bombendrohung gegen das Landgericht in der Halberstädter Straße eingegangen war. In einer Email hatten Unbekannte gedroht, im Laufe des Tages einen im Gebäude versteckten Sprengsatz zu zünden. Das Gebäude wurde evakuiert.

Gegen Mittag verkündete die Polizei Magdeburg auf Twitter, dass die Durchsuchungen der Gebäude abgeschlossen seien: "Es wurde kein Sprengstoff gefunden."

Einen ähnlichen Fall gab es in Potsdam. Die dortige Polizei meldete auf Twitter, dass sie die Gebäude des Justizzentrums, in dem unter anderem das Landesgericht untergebracht ist, evakuiert habe. Auch hier sei angekündigt worden, einen Sprengsatz im Laufe des Tages zu zünden. Eine Sprecherin der Polizei in Brandenburg teilte Euronews mit, dass per Email "identische Schreiben, an verschiedene Gerichte" gesendet worden seien.

Der NDR berichtete, dass ebenfalls am Landgericht in Kiel eine Bombendrohung eingegangen sei. Bei einer Durchsuchung der Gebäude mit Spürhunden wurde aber auch hier nichts Verdächtiges gefunden.

In Erfurt war es ebenfalls eine Email, mit der Unbekannte am Donnerstagabend mit einem Bombenanschlag drohten. Das teilte die Polizei in einer Pressemitteilung mit. Auch hier fanden Beamte keine verdächtigen Gegenstände.

Auch im Landgericht Wiesbaden wurden Gebäude eines Justizzentrums geräumt. Ähnlich wie in Potsdam, Magdeburg und Kiel war hier eine Drohung eingegangen. Die Polizei durchsuchte das Gebäude nach einem „gefährlichen Gegenstand“, wie die Polizei Wiesbaden in einer Pressemitteilung schrieb. Bisher ohne Ergebnis.

Um 9:30 Uhr meldete die Polizei in Bremen, dass ein verdächtiger Brief mit weißem Pulver am dortigen Amtsgericht eingetroffen sei. Mitarbeiter der Poststelle hatten der Polizeimitteilung zufolge den Brief geöffnet. Als Polizei und Feuerwehr die Substanz untersuchten, stellten sie fest, dass es sich um keinen gefährlichen Stoff handelte.