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Rechtsextreme Droh-Serie gegen Gerichte und Rathäuser: Die Polizei hat einen Verdächtigen

Rechtsextreme Droh-Serie gegen Gerichte und Rathäuser: Die Polizei hat einen Verdächtigen
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Im Fall der rechtsextremen Drohmails, die in den vergangenen Monaten immer wieder dafür gesorgt hatten, dass Gerichte und andere öffentliche Einrichtungen in ganz Deutschland evakuiert werden mussten, gibt es einen Verdächtigen. Die Landeskriminalämter in Berlin und Schleswig-Holstein haben gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt einen mutmaßlichen Verfasser aus Schleswig-Holstein identifiziert. Das teilten die Ämter in einer bundesweiten Polizeimeldung mit.

Während einer Hausdurchsuchung seien am Donnerstag Beweismittel sichergestellt worden, heißt es darin. "Es besteht der Verdacht, dass der Beschuldigte Verfasser verschiedener Drohschreiben an Gerichte und andere Einrichtungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Brandenburg sein könnte."

Seit April 2018 waren immer wieder Bombendrohungen per Mail bei den jeweiligen Einrichtungen eingegangen und mit "Nationalsozialistischer Offensive" unterzeichnet worden. Es handele sich um mehr als 200 Drohschreiben – weitere Untersuchungen seien nötig, um festzustellen, ob sich der Verdacht erhärtet.

Euronews berichtete über eine Reihe von Drohbotschaften gegen Rathäuser unter anderem in Kaiserslautern, Göttingen und Chemnitz im vergangenen März. Außerdem gingen im Januar eine Reihe von Drohungen gegen deutsche Gerichte, unter anderem in Magdeburg, Potsdam und Wiesbaden, ein. Ob diese mit den untersuchten Fällen zusammenhängen, müssen die zuständigen Behörden noch untersuchen. In keinem der Fälle gab es Hinweise dafür, dass sich tatsächlich Bomben in den Gebäuden befanden.