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Brexit: Queen meldet sich zu Wort

Brexit: Queen meldet sich zu Wort
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Im anhaltenden Brexit-Drama hat die Queen zu Kompromissen aufgerufen. Elizabeth II. äußerte sich in einer Rede vor ihrem Fraueninstitut in Norfolk. "Wenn wir in der heutigen Zeit nach neuen Antworten suchen, bevorzuge ich die bewährten Rezepte", sagte sie. Diese seien: "gut übereinander sprechen, verschiedene Sichtweisen respektieren, zusammenkommen, um Gemeinsamkeiten zu erkunden und niemals das große Bild aus den Augen verlieren", so die Monarchin weiter.

Auch wenn sie das Wort "Brexit" nicht in den Mund nahm, ist klar, worum es ging, so die Einschätzung unseres Korrespondenten Vincent McAviney: "Sie hat sich nicht ins Parlament gestellt und etwas gesagt, dass nicht angemessen oder erlaubt wäre. Sie hat sich sehr subtil geäußert, so wie es anscheinend ihre Art ist. Aber es besteht kein Zweifel daran, dass sie, so kurz bevor Theresa May vor der zweiten Abstimmung über ihr Abkommen steht, die derzeit im Land herrschenden Spaltungen gemeint hat."

Premierministerin May war in der vergangenen Woche mit ihrem mit der EU ausgehandelten Austrittsdeal im Parlament gescheitert. Am Montag stellte sie einen Plan B vor, der wenig Neues bereithielt. Am Dienstag soll erneut darüber debattiert und abgestimmt werden. Sollte es keine Einigung droht am 29. März ein ungeregelter Austritt.

Die Queen hatte bereits in ihrer Weihnachtsansprache zu mehr Respekt aufgerufen, was ebenfalls als Anspielung auf den Brexit-Streit gewertet wurde.