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Soros in Davos: China übertrifft "1984"

Soros in Davos: China übertrifft "1984"
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Der Milliardär und Philanthrop George Soros (88) hat in DavosChinas Staatschef Xi Jinping frontal angegriffen. Der Präsident und Staatschef sei "der gefährlichste Gegner offener Gesellschaften", sagte Soros in einer Rede am Rand des Weltwirtschaftsforums.

George Soros:

"China ist nicht das einzige autoritäre Regime der Welt, aber es ist zweifellos das wohlhabendste und am weitesten entwickelte, was maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz angeht. Autoritäre Regime breiten sich auf der ganzen Welt aus. Wenn sie Erfolg haben, werden sie totalitär."

China arbeitet nach Berichten an Plänen, Großteile seiner Bevölkerung mit einem sozialen Punktesystem lückenlos zu überwachen. Für die heute gut 22 Millionen Einwohner der Metropole Peking will das kommunistische Regime das Punktekonto schon im Jahr 2020 einführen.

Auf dem Punktekonto sollen unter anderem die Finanzen und das persönliche Verhalten der Bürger erfasst werden. Der Punktestand soll spürbare Auswirkungen auf das tägliche Leben der Betroffenen haben.

Damit überträfe Xi selbst das im George-Orwell-Roman "1984" gezeichnete Schreckensszenario, warnte Soros, Algorithmen sollten künftig bewerten, ob Bürger in China dem Einparteienstaat nützlich seien, ihn unterstützten oder womöglich eine Gefahr für das System darstellten. Offene Gesellschaften seien einer "tödlichen Gefahr" ausgesetzt, wenn maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz als Kontrollinstrumente genutzt würden, warnte Soros ("Guardian", "Bloomberg").

"....DAS VERDIENT NICHT MAL, WIDERLEGT ZU WERDEN"

Der Return der Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying:

"Eigentlich kann in der heutigen Welt jeder sehen, wer da Türen öffnet, um Wege zu ebnen, und wer Türen schließt und eine Mauer baut. Die Bemerkungen einzelner Personen, die aus schwarz weiß machen und richtig und falsch durcheinanderbringen, sind bedeutungslos und verdienen nicht mal, widerlegt zu werden. "

su

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