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Migranten aus Rio Grande gerettet

Migranten aus Rio Grande gerettet
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Die mexikanische Einwanderungsbehörde hat eine kleine Gruppe Migranten aus dem Rio Grande gerettet. Die Flüchtlinge aus Honduras hatten versucht über den Fluss bei Piedras Negras in die gegenüberliegende Stadt Eagle Pass in Texas zu gelangen. In der mexikanischen Grenzstadt harren seit mehreren Tagen mehr als 1500 Migranten aus Mittelamer ika in Unterkünften aus. Manche nehmen die gefährliche Durchquerung des Rio Grande auf sich.

"Wir sind uns der Gefahr bewusst, aber wenn Sie niemals etwas riskieren, bekommen Sie auch nie etwas.", sagt Lina Lopez, die mit ihrem 5-jährigen Sohn aus dem Fluss gerettet wurde. "Ich werde es noch einmal versuchen, auch wenn es jetzt sofort nicht klappt, werde ich es irgendwann in meinem Leben schaffen. Solange ich lebe, habe ich noch Hoffnung in die vereinigten Staaten zu kommen."

Die Flüchtlinge in Piedras Negras warten auf die Bearbeitung ihrer Papiere. Der Großteil der Migranten stammt aus Mittelamerika. Sie sind vor der Gewalt und Armut in ihren Heimatländern geflohen und hoffen auf Asyl in den USA.

Verlässliche Zahlen, wieviele Menschen aus Mittelamerika täglich versuchen, durch den Rio Grande zu schwimmen, gibt es nicht.

Unterdessen haben die USA erstmals Kinder aus Mittelamerika nach Mexiko abgeschoben, wo sie auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge warten müssen. Zehn Minderjährige, davon neun jünger als 13 Jahre, seien am Donnerstag in Begleitung von Erwachsenen in die mexikanische Grenzstadt Tijuana gebracht worden, teilte Mexikos Migrationsbehörde mit.

Bisher hatten die Vereinigten Staaten nur Erwachsene zurück in das lateinamerikanische Land geschickt. Insgesamt wurden seit Beginn der Abschiebungen Ende Januar 73 mittelamerikanische Migranten aus den USA nach Mexiko gebracht.