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Venezuela-Krise: USA unterstützen Guaido, Mexiko warnt vor Gewalt

Venezuela-Krise: USA unterstützen Guaido, Mexiko warnt vor Gewalt
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Die amerikanischen Staaten der Lima-Gruppe haben am Montag in Bogotá über neue Maßnahmen gegen die Regierung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro beraten.

"Wir haben in der Lima-Gruppe einen politischen und diplomatischen Zaun um Venezuela aufgebaut, der ein Fenster der Möglichkeiten für das Ende der Diktatur Maduros eröffnet hat", sagte Kolumbiens Außenminister Carlos Holmes Trujillo am Montag zum Auftakt der Konferenz. Es gehe jetzt um eine Erweiterung dieses Fensters.

Zur Lima-Gruppe gehören mehr als ein Dutzend Staaten Amerikas, darunter Brasilien, Argentinien und Kanada.

Die Gruppe hatte sich 2017 gebildet, um eine Verhandlungslösung der Venezuela-Krise auszuloten.

"Wir müssen der Maduro-Diktatur die Zukunft verschließen, nicht nur für die Venezolaner, sondern auch für den Frieden, die Sicherheit und die Stabilität der Region", erklärte Holmes Trujillo.

US-Vizepräsident Mike Pence reiste nach Bogotá, um dem selbsternannten Interimspräsidenten Venezuelas, Juan Guaidó, auf der Konferenz der Lima-Gruppe den Rücken zu stärken.

US-Präsident Donald Trump stehe hundertprozentig hinter Guaidó, sagte Pence nach seiner Landung. "Wir werden an Ihrer Seite stehen, bis die Freiheit wieder hergestellt worden ist", sagte er zu Guaidó auf einer gemeinsamen Pressevorstellung mit dem kolumbianischen Staatschef Iván Duque.

Vor seinem Abflug hatte Pence getwittert: "Es ist Zeit für ein freies und demokratisches Venezuela".

Mexiko warnte vor der Versuchung, den Machtkonflikt in Venezuela mit Gewalt zu lösen. Es müsse ein friedlicher Weg gefunden werden, sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador am Montag in Mexiko-Stadt.

"Das beste ist ein Dialog. Das beste ist es, der Versuchung, Gewalt anzuwenden, zu widerstehen." Mexiko erkennt weiterhin Maduro an und blieb der Tagung der Lima-Gruppe fern.

Perus stellvertretender Außenminister Hugo de Zela unterstrich auf der Konferenz der Lima-Gruppe, dass die Anwendung von militärischer Gewalt zur Lösung der Krise in Venezuela "unannehmbar" sei. Die Lima-Gruppe ziele auf härtere politische und finanzielle Maßnahmen gegen die Regierung Maduros, um auf friedlichem Weg demokratische Neuwahlen in Venezuela einzuleiten.

US-Außenminister Mike Pompeo schloss jedoch keine Alternative aus. "Wir haben gesagt, dass jede Option auf dem Tisch liegt", sagte er FoxNews. Auch Guaidó erklärte, es sollten "alle Karten auf dem Tisch bleiben".

Das Treffen in Bogotá wurde einberufen, nachdem am Wochenende der Versuch Guaidós gescheitert war, Hilfsgüter von Kolumbien und Brasilien aus nach Venezuela zu bringen. An Grenzübergängen kam es zu Auseinandersetzungen mit venezolanischen Sicherheitskräften mit mindestens vier Toten und mehr als 300 Verletzten.