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Venezuela: Militäreinmarsch laut US-Außenminister möglich

Venezuela: Militäreinmarsch laut US-Außenminister möglich
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Colombian Presidency via Reuters
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Die Vereinten Nationen haben die Gewalt im Streit um Hilfsgüter für Venezuela verurteilt. UNO-Generalsekretär António Guterres sagte, er sei traurig und schockiert über den Tod mehrerer Zivilisten an den Grenzen des Landes.

Dorthin hat sich der Machtkampf in den vergangenen Tagen verlagert. Präsident Nicolás Maduro hält die Grenzübergänge geschlossen, um humanitäre Hilfe aus dem Ausland zu blockieren. Er kritisiert die Lieferungen als Vorwand für eine Militärinvasion der USA.

Pence und Guaidó beraten in Kolumbien

Sein Gegenspieler Juan Guaidó rief Venezuelas Militär erneut auf, Maduro die Gefolgschaft zu verweigern und die Blockade zu brechen. Der selbsterklärte Interimspräsident spricht heute in der kolumbianischen Hauptstadt mit den Staatschefs der Lima-Gruppe und US-Vize Mike Pence über das weitere Vorgehen gegen die Maduro-Regierung.

“Wir kommen heute hier in Bogotá zusammen, um dem venezolanischen Volk zu helfen, das Widerstand leistet, für Freiheit und Demokratie kämpft. Ich möchte Kolumbiens Präsidenten Duque danken“, so Guaidó in Bogotá.

Militärische "Lösung"?

Derweil brach Maduro die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien ab. Seine Anhänger feiern die Blockade als Erfolg.

"Wir hatten euch ja gesagt, was am 23. Februar passieren wird: Was? Genau, nichts ist geschehen, kein einziger Lastwagen mit humanitärer Hilfe, die uns bedroht, kam durch“, sagte Diosdado Cabello, Präsident der „Verfassungsgebenden Versammlung“ Venezuelas.

Und nicht nur LKW, auch Schiffe mit Hilfsgütern werden blockiert. US-Außenminister Mike Pompeo nannte Maduro einen "kranken Tyrannen", dessen Zeit bald vorbei sei. Ein militärisches Eingreifen schließe man in Washington weiter nicht aus. "Wir haben gesagt, dass jede Option auf dem Tisch liegt."