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Mark Zuckerberg verspricht Facebook-Nutzern mehr Privatsphäre

Mark Zuckerberg verspricht Facebook-Nutzern mehr Privatsphäre
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Überraschende Meldung aus dem Silicon Valley: Facebook-Chef Mark Zuckerberg will sein Online-Netzwerk sicherer machen. Er verspricht, der Privatsphäre solle künftig eine Schlüsselrolle zufallen.

Zuckerberg kündigte in einem Blog-Post an, nach dem Vorbild von WhatsApp, künftig Komplett-Verschlüsselungen anbieten zu wollen. Das heißt konkret: Bei der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sollen nur der Absender und der Empfänger den Chat lesen können. Die User sollen sich darauf verlassen können, dass das, was sie einander mitteilen, auch sicher bleibt, sagte der Facebook-Gründer.

Neuer Kurs: eine Sackgasse?

Unklar bleibt jedoch, wie er diesen neuen Kurs umsetzen möchte. Denn in den früheren Jahren ging es dem Unternehmen eher darum, möglichst viel über die Interessen und Ansichten seiner Nutzer zu erfahren. Das war eigentlich das Geschäftsmodell. Auf diese Weise konnte man individuelle Werbung schalten. Bei einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hätte dann aber auch Facebook keinen Zugang mehr zu den Inhalten seiner Nutzer.

Weil der Konzern die Grenzen der Privatsphäre zu sehr austestete, war Facebook wiederholt in Konflikt mit Datenschützern und Aufsichtsbehörden geraten. Insbesondere nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica wurde das Internet-Unternehmen für den Umgang mit Nutzerdaten scharf kritisiert.

Zuckerberg entschuldigt sich

Mark Zuckerberg räumt diese Fehler ein und entschuldigt sich. Damals sei er sich der Verantwortung nicht bewusst gewesen.

Mit dieser neuen Ankündigung weicht der Facebook-Gründer nun von seiner ursprünglichen Meinung ab. Bisher war er nämlich der Ansicht, der Trend ginge dahin, Menschen würden immer mehr über sich öffentlich machen.