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Parlamentspräsident John Bercow unter Kritik

Parlamentspräsident John Bercow unter Kritik
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Der britische Parlamentspräsident John Bercow steht wegen der Anwendung einer 415 Jahre alten Regel beim Australasie stark in der Kritik. Die konservative Zeitung "Daily Express" nannte ihn auf der Titelseite einen "Brexit-Zerstörer".

Premierministerin Theresa May wird wohl nun eine Verschiebung des EU-Austritts beantragen. Die Boulevardpresse in Großbritannien schäumt vor Wut und macht Jagd auf den Parlamentspräsidenten:

"Ich habe wirklich das Gefühl, sie sollten sich einen Kaffee oder Tee holen. Ich habe ihnen angeboten, einen Kaffee oder Tee zu kaufen, aber sie haben mein freundliches Angebot abgelehnt. Sie haben offensichtlich schon viel Kaffee oder Tee getrunken. Ich bin mir sicher, dass die Leute Ihnen sehr dankbar sind, dass sie um diese Uhrzeit ein so großes Interesse zeigen".

Bercow wies die Abgeordneten darauf hin, dass das Unterhaus kein weiteres Mal über den denselben Brexit-Deal abstimmen darf. Ohne Änderungen an dem Abkommen verstoße dies gegen eine Regel aus dem 17. Jahrhundert.

Dazu Stephen Barclay, Minister für den Austritt aus der Europäischen Union:

"Die Mehrheit der Menschen, die sich mit mir in Verbindung setzen sagt, lasst uns damit weitermachen. Dies ist der einzige Deal mit der EU nach über zweieinhalb Jahren. Es ist im nationalen Interesse diesen Deal zustande zu bringen. Die Premierministerin verfolgt dieses Ziel. Wenn das Parlament diesen Deal nicht unterstützt, gibt es keinen geordneten Brexit. Dafür haben die Menschen nicht gestimmt".

Premierministerin Theresa May ist mit ihrem Brexit-Abkommen bereits zwei Mal im Parlament krachend durchgefallen. Eine neue Abstimmung über den Deal vor dem EU-Gipfel scheint kaum noch möglich.

Spekuliert wird daher, May könne einen langen Aufschub beantragen mit der Option, abzukürzen, sollte sie doch noch eine Mehrheit im Parlament bekommen.