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Ankara und Istanbul gehen an Opposition: Erdogan gesteht Verluste ein

Ankara und Istanbul gehen an Opposition: Erdogan gesteht Verluste ein
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Bei den Kommunalwahlen in der Türkei hat die regierende AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan nach bisherigem Stand die Hauptstadt Ankara verloren.

Am Morgen lag auch der Oppositionskandidat in Istanbul deutlich vorn. Nach Auszählung der meisten Stimmen könnte die Opposition auch in Istanbul den Bürgermeister stellen.

Zuvor hatten sich in Istanbul beide Kandidaten jeweils zum Wahlsieger erklärt.

Oppositionskandidat Ekrem Imamoglu von der oppositionellen CHP sagte am Sonntagabend: "Ich sage es laut und deutlich. Ich weiß, dass wir gewonnen haben. Wegen meines Gewissens, meines Sinns für Ethik, meiner politischen Haltung und meines Verständnisses von Staatlichkeit , kann ich dies jedoch noch nicht offiziell ankündigen."

Vor den offiziellen Ergebnissen, gab es viele Spekulationen - wie der ARD-Korrespondent twittert.

AKP bleibt landesweit stärkste Partei, doch Erdogan gesteht Verluste ein

Landesweit blieb die AKP mit rund 45 Prozent aller ausgezählten Stimmen die stärkste Partei.

Vor Anhängern in Ankara räumte Präsident Erdogan allerdings Einbußen ein und schien auch die Niederlage in Istanbul zu akzeptieren.

Erdogan erklärte: "Ich glaube, der einzige Grund, warum wir in einigen Städten nicht die Ergebnisse erzielen konnten, die wir wollten, ist, dass wir uns nicht genug ausdrücken konnten und es uns nicht gelungen ist, die Herzen unserer Nation zu gewinnen."

Für den Staatspräsidenten wäre der Verlust der beiden wichtigsten Großstädte des Landes, die jahrzehntelang von seiner AKP regiert wurden, ein herber Verlust.

Die Wahl in der wirtschaftlich gebeutelten Türkei gilt als Stimmungstest für Erdogan.

Obwohl er gar nicht selbst zur Wahl stand, hatte er sich im Wahlkampf stark engagiert.