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Militär übernimmt Macht im Sudan

Militär übernimmt Macht im Sudan
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Vor 30 Jahren hatte er sich an die Macht geputscht, nun ist Sudans Präsident Omar al-Baschir selbst vom Militär gestürzt und festgenommen worden. Das hat der sudanesische Verteidigungsminister bestätigt.

In den kommenden zwei Jahren wird es im Sudan eine von den Streitkräften geführte Übergangsregierung geben. Die Verfassung wurde ausgesetzt, die Grenzen und der Luftraum geschlossen.

Menschen feiern Sturz im ganzen Land

Der Jubel über die Entmachtung des autoritären Langzeitherrschers ist groß. Seit Monaten wurde im Sudan gegen al-Baschir protestiert - und gegen die verheerende wirtschaftliche Lage. Ob die Menschen die neue Militärregierung anerkennen oder weiter auf die Straße gehen, ist allerdings völlig offen.

Auslöser der Aufstände waren die steigenden Preise für Nahrungsmittel. Zuletzt richtete sich die Wut der Demonstranten immer mehr gegen al-Baschir selbst. Er hatte den nordostafrikanischen Staat seit 1989 mit harter Hand regiert und wird für den Tod von Millionen von Menschen verantwortlich gemacht.

Neben dem 75-Jährigen wurden auch mehrere Minister und Parteifunktionäre von Soldaten festgenommen. Die Armeespitze kündigte an, alle politischen Gefangenen zu befreien.