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#EUroadtrip - Liebe in Zeiten der EU

#EUroadtrip - Liebe in Zeiten der EU
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Verona - die italienische Stadt, in der Romeo und Julia im gleichnamigen Shakespeare-Stück ihre Liebe gegen alle Widrigkeiten verteidigten. Der beste Ort, um auf unserem Roadtrip durch Europa einmal nachzuhören, welche Auswirkungen die Europäische Union auf die Beziehungen internationaler Pärchen hat.

Jonathan (27) aus Schweden & Anastassia (28) aus Israel

Beide leben im italienischen Mailand. Kennengelernt haben sie sich an Silvester 2017/18 in Kopenhagen und führten fast ein Jahr lang eine Fernbeziehung zwischen Stockholm und Mailand, bis Jonathan nach Italien zog.

Ein richtiges EU-Pärchen sind sie nicht, da Anastassia keine europäische Staatsbürgerin ist. Doch die Vor- und Nachteile der EU sind beiden präsent. "Ich konnte mich anmelden, den codice fiscale bekommen und einfach arbeiten. Ich kam hierher und fünf Tage später hatte ich einen Job und seitdem arbeite ich hier", meint Jonathan. Für Anastassia wäre es schwieriger geworden, einfach nach Schweden zu ziehen.

Karin aus Schweden & Marco aus Italien

Das Pärchen hat sich 2005 in Palästina getroffen, als beide dort für internationale Organisationen tätig waren. Inzwischen haben sie überall auf der Welt gelebt, haben 2013 geheiratet und einen gemeinsamen Sohn. Karin wohnt momentan in Brüssel, Marco im italienischen Como.

"In der Europäischen Union haben wir keine Grenzen. Ich habe in Schweden gelebt, wo ich geboren bin, ich habe in Italien gewohnt...für mich macht es in praktischer Hinsicht fast keinen Unterschied", sagt Karin. Marco gibt ein Beispiel: "Für eine bestimmte Zeit, während ich in Kuwait war, lebte sie in Jerusalem. Wir haben uns jede zweite Woche besucht. So in etwa. Ich musste von Kuwait aus über Jordanien nach Israel", und Karin wirft ein: "Wir lebten im Grunde in zwei Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen zueinander unterhalten. Sie können sich die Herausforderungen vorstellen."

Jetzt, wo beide in Europa lebten, sei das Ganze einfacher, meint Marco. Er könne in den Flieger steigen und sei eine Stunde später bei seiner Frau - so bequem wie Bus zu fahren.

Wessel Keemink (25) & Loladina Zwaanswijk (21), beide aus den Niederlanden

Die beiden professionellen Volleyballspieler haben sich vor vier Jahren während ihrer ersten Saison für einen Club in den Niederlanden kennengelernt. Wessel spielt nun für Modena in Italien, während Loladina für Gent in Belgien spielt. Seit zwei Jahren führen sie eine Fernbeziehung.

Für Wessel spielt die EU vor allem durch die offenen Märkte eine Rolle: "Aber für mich persönlich, politisch gesehen, hätte ich gerne, dass die EU eine offene Union bleibt. Man kann offene Märkte haben, aber ich finde es nicht so gut, dass sie ein Gesamtbudget für die gesamte Europäische Union wollen. Weil ich finde, wir sollten nicht wie die Vereinigten Staaten von Amerika sein, die Vereinigten Staaten von Europa. Wir sollten alle separate Länder sein."

Für ihn sollten die Grenzen offen bleiben. Das findet auch Loladina. Sie schätzt zudem die Verbindungen zwischen den Ländern untereinander und dass man kostengünstig reisen kann.

Stefano (47) aus Italien & Belen (45) aus Spanien

Stefano hat überall in Europa gearbeitet und sich entschieden, in Madrid zu bleiben. Dort lernte er Belen kennen. Nun sind sie seit sechs Monaten zusammen und reisen gerne durch Europa. In Verona besuchen sie Stefanos Familie.

Belen findet, dass Italiener und Spanier sich sehr ähnlich sind. Es gebe nicht so viele Unterschiede.

Stefano wünscht sich weiterhin offene Grenzen in Europa: "Ich bin echt froh, in diesem bestimmten Moment Europas geboren zu sein. Ich genieße diese Situation sehr und hoffe, sie wird sich nicht ändern."

Dieser Artikel ist Teil einer Serie von Euronews. Die anderen Geschichten finden Sie in unserer Übersicht:

#EUroadtrip | Euronews berichtet vor den Europawahlen aus der EU