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#EUroadtrip: Rundreise durch Europa - Mailand

#EUroadtrip: Rundreise durch Europa - Mailand
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Rundreise durch Europa

Elena: "Unsere Rundreise durch Europa führt weiter nach Mailand, einer Stadt, die im Laufe der Jahrhunderte viele Migrationsströme erlebt hat. Auch aktuell geht es in Mailand um das Thema Einwanderung. In Italien, aber auch in Europa, gibt es eine erhitze Debatte über die Einwanderungspolitik. Wir hören uns die Meinungen an, die die Einwohner über die von der Regierung erlassenen Gesetze haben, die Asylbewerbern den internationalen Schutz erschweren".

Wir verlassen das Auto und steigen in die Mailänder U-Bahn hinunter, wo wir Merci treffen, die gerade ihre Schicht in einem Schnellrestaurant beendet hat. Vor drei Jahren verließ sie Nigeria und kam über Libyen nach Italien. Für sie eine traumatische Erfahrung. Ihr Asylantrag wurde abgelehnt, nun könnte sie in die Illegalität abrutschen.

Merci: "Ich fühle mich abgelehnt und ich fühle mich sehr schlecht, weil ich das eigentlich nicht erwartet habe. Ich bin hierher gekommen und habe viele Dinge getan. Ich habe versucht, meine Vergangenheit zu vergessen und mich vorwärts zu bewegen. Ich habe versucht, die Vergangenheit hinter mir zu lassen, aber ich stehe vor vielen Herausforderungen, die auf der Tatsache beruhen, dass ich Dokumente brauche".

Merci beteiligt sich an Labor INT, einem europäischen Programm, an dem die Stadt Mailand und die Gewerkschaften beteiligt sind, um Flüchtlingen und Asylbewerbern bei der Suche nach Arbeit zu helfen. Maurizio Bove sorgt dafür, dass das Projekt Früchte trägt.

Maurizio: "Die Ergebnisse werden durch Salvinis neue Regeln beeinträchtigt. Mit der Aufhebung des humanitären Visums riskieren diejenigen, die versuchen sich zu integrieren oder einen Job zu bekommen, ihre Aufenthaltsgenehmigung und ihren Status".

In Italien gibt es 600.000 illegale Einwanderer und Nichtregierungsorganisationen warnen davor, dass die Zahl aufgrund der neuen Vorschriften zunehmen könnte. Viele glauben, dass Italien selbst gegen die Einwanderung vorgehen soll und dass die EU Italien mit dem Problem alleine gelassen hat".

"Europa hat Italien in Bezug auf die Migrationsgesetzgebung im Stich gelassen. Sie sagen wir haben die Häfen in der Nähe zu Afrika und daher liegt das Problem bei uns. Meiner Meinung nach sollten wir nach einem gerechteren Lastenverteilungssystem in ganz Europa suchen".

"Wenn sie erst einmal im Meer sind, darf man sie nicht sterben lassen. Da sie aber eine Belastung sind, gehe ich davon aus, dass sie zumindest gleichmäßig zwischen allen Ländern aufgeteilt werden. Deutschland verspricht viel, aber dann überlassen sie es einfach uns".

Besonders in der heutigen Zeit kümmern sich viele Freiwillige um die Migranten, wie zum Beispiel die Wohltätigkeitsorganisation "Casa della Carità".

Seit 2004 heißt sie Italiener und Ausländer willkommen und hilft ihnen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Don Virginio glaubt, dass in Italien und in Europa die Debatte über die Einwanderung instrumentalisiert wird:

Don Vrginio: "Es werden Mauern gebaut und keine Brücken. Es gibt keinen Dialog. Früher oder später müssen wir uns dem Problem stellen. Das Paradox besteht darin, je mehr Migranten wir ablehnen, um so mehr werden es. Wir müssen das Problem lösen".

Hier gibt es medizinische Hilfe, eine Dusche und ein Dach zum Schlafen. Diejenigen, die hierherkommen wissen, dass sie unabhängig von ihrer Herkunft nicht allein gelassen werden.

Wir verlassen Mailand und fahren weiter nach Verona. Von dort erzählen wir ihnen die nächste Geschichte unserer Rundreise durch Europa.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie von Euronews. Die anderen Geschichten finden Sie in unserer Übersicht:

#EUroadtrip | Euronews berichtet vor den Europawahlen aus der EU