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Attentate waren Vergeltung für Moschee-Angriffe in Neuseeland

Attentate waren Vergeltung für Moschee-Angriffe in Neuseeland
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REUTERS/Athit Perawongmetha
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In Sri Lanka gilt nach der Anschlagswelle und weiteren Explosionen jetzt der Notstand. So haben Sicherheitskräfte mehr Rechte für Durchsuchungen und Festnahmen.

Zudem gilt weiter eine nächtliche Ausgangssperre. Die Suche nach den Hintermännern der Selbstmordattentate, bei denen am Ostersonntag mindestens 310 Menschen getötet wurden, geht weiter. Die Behörden machten eine einheimische Islamistengruppe für die Anschlagswelle verantwortlich, die von einem ausländischen Netzwerk unterstützt worden seien.

Vergeltung für Moschee-Angriff von Neuseeland

Die ermittelnden Behörden gaben an diesem Dienstag bekannt: erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Anschläge den Angriff auf Moscheen in Neuseeland rächen sollten. Das erklärte der stellvertretende Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene im Parlament. Zudem sagte er, dass die Attentate von islamistischen Gruppen aus Sri Lanka begangen worden seien. Der Minister nannte National Thawheed Jama'ut und Jammiyathul Millathu Ibrahim (JMI).

Verdächtiger Syrer befragt

Am Dienstag wurde auch ein Syrer in Zusammenhang mit den Anschlägen befragt. Das meldet die Agentur Reuters unter Verweis auf lokale Quellen.

Wurden Warnungen nicht ernst genug genommen?

Der Gesundheitsminister erklärte: "Unsere Geheimdienste haben am 4. April darüber informiert, dass es einen solchen Vorfall im Land geben werde. Dass Selbstmordattentäter verschiedene Orte angreifen würden. In den detaillierten Berichten stand, dass christliche und katholische Kirchen das Ziel sein würden - und auch touristische Ziele, Hotels."

Inzwischen wurden die ersten Opfer der Anschläge zu Grabe getragen. Die Regierung wird dafür kritisiert, dass sie auf die Warnungen nicht entsprechend reagiert habe.

Priester Prasad Harshan meint: "Es ist eine schreckliche Situation. Was wir brauchen ist Versöhnung. Auf der einen Seite leiden die Menschen und trauern. Auf der anderen Seite leben die Menschen in der Angst vor dem, was als nächstes passieren könnte."

Die Stimmung bleibt angespannt. 24 Verdächtige wurden nach der Anschlagswelle festgenommen. Eine wirkliche Erklärung für die Hintergründe der Anschläge gibt es nicht.