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Sri Lanka: Warum wurden die Warnungen ignoriert?

Sri Lanka: Warum wurden die Warnungen ignoriert?
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Der "Islamische Staat" hat sich mittlerweile zu den Anschlägen bekannt, aber keine Beweise dafür vorgelegt. Sri Lankas Ministerpräsident Ranil Wickremesinghe ist davon überzeugt, dass der IS an den Taten beteiligt war: "Wir sind der Meinung, dass es ausländische Verbindungen gibt und einige der Beweise deuten darauf hin. Wenn also der Islamische Staat das behauptet, dann werden wir uns an dieser Behauptung orientieren. Es besteht der Verdacht, dass es Verbindungen zum IS gibt."

Warnhinweise aus Indien

Sri-lankische Behörden sollen seit Wochen gewusst haben, dass es Angriffe geben könnte. Aus Indien kamen Warnungen vor einem möglichen Anschlag durch die radikal-islamische Gruppe, die die Regierung jetzt auch verantwortlich macht. Es soll auch einen Aktenvermerk vom 11. April geben, der sogar die Namen und Adressen von Personen enthält, von denen vermutet wurde, dass sie zu dieser Gruppe gehören. Viele fragen sich deshalb, warum nicht früher auf die Warnungen reagiert wurde.

Anschlagsserie als Racheakt?

Auch Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena geht dieser Frage nach. Er kündigte deshalb jetzt weitreichende Personalveränderungen an.

Sri Lankas Regierung geht davon aus, dass mindestens sieben Selbstmordattentäter an der Anschlagssererie beteiligt waren. Zudem glaubt sie, dass es sich bei den Angriffen mit mindestens 300 Toten um Rache für die tödlichen Moscheeattacken in Neuseeland handelt.