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SAS-Piloten streiken weiter

SAS-Piloten streiken weiter
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Bei der Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) fallen wegen eines Pilotenstreiks nach Streichungen an den Vortagen auch am Montag und Dienstag gut 1.200 Flüge aus. Laut Fluggesellschaft betrifft das an den beiden Tagen insgesamt rund 110.000 Passagiere. SAS entschuldigte sich und riet, nähere Details auf der Internetseite des Unternehmens zu prüfen.

Wilhelm Tersmeden,Schwedische Pilotenvereinigung:

"Wir haben völlig ungeregelte Arbeitszeiten, das heißt, wir wissen nicht vorab, wie wir arbeiten. Wir haben einen Zeitplan zwei Wochen im voraus, und seit vier Jahren wird jeder vierte SAS-Auftrag von einem Subunternehmer ausgeführt, mit Piloten von außerhalb der SAS - obwohl SAS an den Flugzeugen dransteht. Und das beunruhigt uns. Wir wollen über unsere Zukunft im Unternehmen sprechen. Das wäre das Wichtigste: Ein SAS-Pilot sein, und dazu ein normales Leben führen. Das ist im Moment nicht möglich."

VERHANDLUNGEN ABGEBROCHEN

Die Gespräche mit den SAS-Gewerkschaften, die rund 1.500 Piloten in Norwegen, Schweden und Dänemark vertreten, waren am Freitag ohne Einigung abgebrochen worden. Daraufhin legten Piloten ihre Arbeit nieder. Auch Verbindungen nach Deutschland fielen seither aus. SAS-Partner, die rund 30 Prozent aller Flugreisen ausführen, seien von dem Streik nicht betroffen, hieß es weiter.

Die Piloten fordern 13 Prozent mehr Lohn und mehr Planbarkeit im Arbeitsalltag.

Am Samstag und Sonntag waren laut SAS rund 98.000 Passagiere von den Streichungen betroffen, am Freitag 72.000 Passagiere.

su

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