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Präsidenten demonstrieren Einigkeit nach da-Vinci-Streit

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In Amboise, Frankreich, nicht in Italien ist der große Meister der Renaissance begraben. Vor 500 Jahren starb Leonardo da Vinci an seinem Alterssitz, fern seiner Heimat in der Toscana. Zu seinem Todestag am 2. Mai 2019 haben die Präsidenten Frankreichs und Italiens Einigkeit demonstriert. Vorausgegangen war ein Streit darüber, welches der beiden Länder denn nun das kulturelle Erbe des Ausnahmekünstlers beanspruchen kann.

"Das Verhältnis zwischen Frankreich und Italien ist so gut, wie es nur sein kann", so Mattarella, "die Freundschaft, die sowohl ich als auch Präsident Macron heute wieder unter Beweis gestellt haben, kann jeder Prüfung standhalten."

Auch Frankreichs Staatspräsident Macron betonte das vereinende Element da Vincis: "Zu seiner Zeit veränderte sich die Menschheit grundlegend. Das Intelligenz und das Beste beider Länder kamen zusammen. Deshalb sind die Bande zwischen unseren beiden Ländern und ihren Bürgern unverwüstlich, sie sind noch viel stärker als zwischen uns hier."

Der kulturnationalistische Streit ist beigelegt, an der Oberfläche zumindest. Unter anderem hatte es Konflikte darum gegeben, ob einige von da Vincis Werken von Italien für eine Ausstellung im Pariser Louvre bereitgestellt werden. Streitpunkte zwischen beiden Ländern gibt es aber weiterhin genug, angefangen bei der Migrationspolitik bis zu Haushaltsfragen.