Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Nordmazedoniens Regierung sieht ihren Kurs bestätigt

Nordmazedoniens Regierung sieht ihren Kurs bestätigt
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Aus der Wahl des neuen nordmazedonischen Präsidenten gehen die regierenden Sozialdemokraten gestärkt hervor. Das Ergebnis wird als Zustimmung für den proeuropäischen Kurs der Regierung gewertet. Der von ihnen unterstützte Kandidat wurde mit knapp 52 Prozent gewählt.

Der Wahlsieger Stevo Pendarovski sagte, "wir hatten einen ruhigen zweiten Wahlgang, wie in der ersten Runde vor zwei Wochen, und es scheint mir, dass dies die bestmögliche Botschaft für alle europäischen Mitgliedstaaten ist, die darauf warten, dass Nordmazedonien zeigt, dass es fähig ist, ruhige, transparente und demokratische Wahlen zu organisieren, bis ein positives Ergebnis des EU-Gipfels im Juni vorliegt.

Zuvor war die Regierung wegen des Abkommens über die Namensänderung von Mazedonien in Nordmazedonien stark kritisiert worden.

Der Ministerpräsident Zoran Zaev bekräftigte, man habe der Welt gezeigt, dass es möglich ist, intelligente, weitreichende und mutige Entscheidungen zu treffen und trotzdem Wahlen zu gewinnen. Seine persönliche Empfehlung für alle europäischen Politiker: Seid Europäer, seid progressiv; egal, wie sich der Nationalismus in Europa entwickelt. Es gebe nur eine Zukunft: ein gemeinsames Europa.

Die Umbenennung war Voraussetzung für ein Ende des Namensstreits mit Griechenland. Den neuen Namen lehnt die unterlegene Kandidatin Gordana Siljanovska-Davkova vehement ab. Sie sagte, "wenn es viele Menschen gibt, die den Namen nicht wollen, kann dies statt zur Versöhnung zu einem innermazedonischen Bürgerkrieg führen."

Die Ergebnisse der Präsidetschaftswahl zeigen, dass eine Mehrheit der Menschen in Nordmazedonien trotz Unstimmigkeiten angesichts der Namensänderung weiter hinter dem Abkommen mit Griechenland steht. Davon erhoffen sich die Menschen den Start der Beitrittsverhandlungen mit der EU, der soll nach Willen der Regierung auf dem Europäischen Rat im Juni erfolgen.