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Trotz Anspannung: Iran und USA wollen keinen Krieg

Trotz Anspannung: Iran und USA wollen keinen Krieg
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Nach mehreren Sabotageakten im Persischen Golf spitzt sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter zu. Am Dienstag wurde in Saudi-Arabien eine der wichtigsten Ölpipelines des Landes von mit Sprengstoff beladenen Drohnen angegriffen, die mutmaßlich von Huthi-Rebellen aus dem Jemen stammen. Erst am Wochenende vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vier Öltanker beschädigt worden, Einzelheiten wurden dazu nicht bekannt. Die USA hatten zuletzt ihre Militärpräsenz in der Golfregion verstärkt.

USA und Iran wollen keinen Krieg

Beide Länder betonten jedoch, trotz der angespannten Situation keinen Krieg anzustreben.

"Sollten wir angegriffen werden, werden wir mit militärischen Kräften zurückschlagen. Wir suchen keine Auseinandersetzung mit dem iranischen Regime. Es ist am Iran, ob er sich entscheidet, und wir haben ihn vor Fehleinschätzungen gewarnt. Wir wollen ihn abschrecken, das hat der Präsident sehr deutlich gemacht, deshalb liegt unser Schwerpunkt auf der Diplomatie", so Brian Hook, US-Sonderbeauftragter für den Iran.

Sarif warnt vor Eskalation in der Region

Bei seinem Besuch in Indien warnte der iranische Außenminister Dschawad Sarif angesichts der Entwicklungen vor einer Eskalation der Situation in der Golfregion:

"Wir haben regionale Angelegenheiten besprochen. Wir haben auch über die Politik gesprochen, die Hardliner in der US-Regierung und in der Region durchsetzen wollen. Wir haben unsere Bedenken gegen Sabotageakte in unserer Region zum Ausdruck gebracht. Wir hatten schon vorhergesehen, dass sie passieren würden, um Spannungen in der Region zu provozieren."

Militärische Manöver am Persischen Golf gelten als besonders brisant, denn durch die Straße von Hormus, eine Meerenge, passieren ein Drittel der weltweiten Ölexporte. Der Iran hatte dort zuletzt Drohnen getestet.