Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung
Prognose zur EU-Wahl: Grüne im Aufwind
Copyright
REUTERS/Rebecca Naden

Prognose zur EU-Wahl: Grüne im Aufwind

Was bringt die Europawahl in der kommenden Woche? Dazu die wöchentliche Prognose von "Europe Elects":

Großbritannien: Massive Wählerwanderung

In Großbritannien wird der Wählerwandel hin zu kleineren Parteien Labour und den Tories vermutlich viele Stimmen kosten. Die Hälfte derjenigen, die 2018 noch Labour oder die konservativen Tories gewählt hätten, werden bei der Europawahl voraussichtlich für die Grünen (EFA), die Liberalen (ALDE) oder die Pro-EU-Partei "Change UK" stimmen. Drei von vier konservativen Wählerinnen und Wählern werden ihr Kreuz laut Prognosen bei der Brexit-Partei machen. Dies zeigt sich auch in den Veränderungen zur Vorwoche: Laut "Europe Elects" verliert die "Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten", der Labour angehört, fünf Sitze. Liberale, Grüne und die EFDD-Fraktion, der die Brexit-Partei angehört, gewinnen demnach zehn Sitze.

Grüne im Aufwind

"Die Grünen werden wahrscheinlich besser abschneiden als 2014", prognostiziert Europe-Elects-Gründer Tobias Gerhard Schminke. "Sie sind in Schweden, Frankreich, Deutschland, Österreich, Großbritannien und Griechenland im Aufwind. Im Moment sieht es so aus, als könnten sie in der linken Gruppe GUE/NGL die Mehrheit bekommen." Die Grünen profitieren laut Schminke davon, dass der Klimawandel in öffentlichen Diskussionen immer wichtiger wird. Laut einer aktuellen Umfrage sei das Klima für die meisten Wählerinnen und Wähler in Deutschland das wichtigste Thema.

Für einige Gruppen sei es schwierig, deren Stärke vorherzusagen, da sich ihre Zusammensetzung nach der Wahl verändern könnte. Die rumänischen Sozialdemokraten (PSC) und die ALDE-Partei aus dem osteuropäischen Land sowie Fidesz aus Ungarn könnten ihre Gruppe wechseln, da sie zum Teil große Differenzen mit den übrigen Parteien haben. Zudem ist nicht klar, wem sich die Brexit-Partei und die italienische 5-Sterne-Bewegung anschließen würde.

Knappes Rennen in Polen und Frankreich erwartet

In Frankreich und Polen wird es ein voraussichtlich enges Rennen um den Platz der stärksten Partei geben. In Frankreich liegen das "Rassemblement National" von Marine Le Pen und die Partei LREM von Präsident Emmanuel Macron nach wie vor etwa gleichauf. In Polen kämpfen die national-konservative PiS-Partei und eine Mitte-Koalition um die Mehrheit.