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Algenplage tötet 100.000 Tonnen norwegischen Lachs

Algenplage tötet 100.000 Tonnen norwegischen Lachs
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Norwegen gehört zu den größten Lachsproduzenten der Welt. Doch nun sind Millionen Tiere aufgrund starken Algenbefalls umgekommen. Eine Katastrophe für die Lachszüchter - der Schaden ist immens.

Elisabeth Balteskard ist Mitinhaberin des Zuchtbetriebes "Northern Lights Salmon" aus Grovfjord in der Nähe von Narvik, sie erklärt:

_"Die Lachse waren ruhig wie immer, dann auf einmal fingen sie an, in alle Richtungen zu schwimmen. Und dann, auf einmal, begannen die Fische sinken. Das passierte alles innerhalb weniger Augenblicke, es war unglaublich. Ich habe sofort den Alarm ausgelöst und unseren Notfallplan ausgeführt."
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Algenbefall Schuld am Tod der Lachse

Norwegens Fischereibehörde hat das Massensterben in mehreren Landkreisen im Ofotenfjord bestätigt. Die von der Alge abgesonderten Giftstoffe greifen die Kiemen der Fische an und führen zu ihrem Ersticken. Inzwischen sind 100.000 Tonnen Lachs verendet.

"Die Algen sind Teil unserer Nahrungskette und auch wichtig für uns. ABer manchmal gibt es Ungleichgewicht bei den verschiedenen Algenarten, die hier blühen und dieses Mal ist es eine giftige Alge, oder besser, eine Alge, die einen Stoff produziert, der den Fischen schadet und zu einem Massensterben führt", sagt Marit Baeroe, Regionalmanagerin bei "Seafood Norway".

Schaden im zweistelligen Millionenbereich

Doch was beförderte das explosionsartige Wachstum der Algenart? Experten hat das viel zu milde Klima für die Algenplage gesorgt. Stürme, die Algenteppiche auseinandertreiben könnten, blieben aus. Zudem können die Zuchtlachse der drohenden Gefahr in den Fjorden nicht entkommen.

Die Angst vor einer weiteren Ausbreitung der Algenblüte wächst, und schon jetzt belaufen sich die Verluste für die Lachszüchter auf umgerechnet rund 60 Millionen Euro.

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