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Geimpfte Zuchtfische gefährden Wildlachs

Geimpfte Zuchtfische gefährden Wildlachs
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In Norwegen sind über 10.000 Zuchtlachse aus einer Aquafarm entkommen und in den größten Fjord des Landes, den Sognefjord, ausgeschwärmt. Jährlich gefährden Millionen Zuchtfische natürliche Wildfischpopulationen in Meeren und Flüssen.

Der in Norwegen entkommene Lachs war gegen die tödliche Pankreaskrankheit geimpft. Jetzt sind die lokalen Fischer und die Fischereibehörde besorgt, dass der Wildlachs infiziert werden könnte. Die Zuchtfische können außerdem die Genetik der Wildfische beeinflussen.

Die Aquafarm vermutet, dass ein Bootspropeller ein Loch in den Netzkäfig gerissen hat.

2019 sind in Norwegen mit bereits 300.000 Lachsen überdurchschnittlich viele aus Aquafarmen in die Wildnis entkommen.

Lokale Fischer versuchen mit Hochdruck, so viele Zuchtlachse wie möglich aus dem Fjord zu holen.

Fischer Per Arne Nilsson: "Ich versuche, so viel wie möglich zu fangen, obwohl, es ist so viel. Es ist eine Tragödie für die norwegische Fauna."

Der Angler und Umweltaktivist Kenneth Bruvik: "Es macht es umso beängstigender, dass der Zuchtlachs die Pankreaskrankheit übertragen kann. Wenn diese Fische die Flüsse erreichen und versuchen, mit dem Wildlachs zu laichen, ist das eine große Bedrohung für den Wildlachs."

In Chile sind 700.000 Zuchtfische in das empfindliche Ökosystem gelangt

Weltweit gelangen jährlich Millionen Zuchtfische aus Fischfarmen und streuen ihr Erbgut in der Wildpopulation.

Chile ist nach Norwegen der zweitgrößte Produzent von Zuchtlachs. Hier sind im vergangenen Jahr 700.000 Fische entfischt - Raubfische, die an Chiles Küsten eigentlich nicht vorkommen und dort nun das natürliche Ökosystem gefährden.