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Kippa tragen aus Protest gegen Antisemitismus

Kippa tragen aus Protest gegen Antisemitismus
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Die Kippa als Zeichen gegen Antisemitismus. Das fordert der zuständige Beauftragte der Bundesregierung Felix Klein in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Klein rief die Menschen in Deutschland auf, am Samstag die traditionelle jüdische Kopfbedeckung zu tragen - und damit für Religionsfreiheit und gesellschaftliche Vielfalt zu demonstrieren. Der Tag ist bewusst gewählt.

Samstag ist der so genannte Al-Kuds-Tag - der arabische Name für Jerusalem. An ihm finden jedes Jahr anti-israelische Proteste statt. Ins Leben gerufen hatte ihn der iranische Revolutionsführer Ayatolla Khomeini, um gegen die Besetzung Ost-Jerusalems durch israelische Soldaten im Sechstagekrieg zu protestieren.

Klein hatte zuvor mit einer gegensätzlichen Aussage für Schlagzeilen gesorgt. Nach einem antisemitischen Übergriff empfahl er Juden in Deutschland, mancherorts besser keine Kippa zu tragen - aus Sicherheitsgründen.

"Die Antisemiten äußern sich unverhohlener und lauter. Dort müssen wir mit unseren Maßnahmen ansetzen, natürlich nicht bei der jüdischen Bevölkerung. Meine Aussage, es ist nicht überall ratsam für Juden, sich als solche zu erkennen zu geben, wollte bewusst provozieren."

Klein und Horst Seehofer reagieren auf die steigende Zahl antisemitischer Straftaten: Diese sind 2018 um fast 20% gestiegen im Vergleich zum Vorjahr.

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