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D-Day: Veteranen erzählen, was damals wirklich passiert ist

D-Day: Veteranen erzählen, was damals wirklich passiert ist
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Am 6. Juni jährt sich die Landung der Alliierten in der Normandie zum 75. Mal. Die Invasion - auch D-Day genannt - gilt als Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Die Tage des Nazi-Regimes waren gezählt.

Frank DeVita, D-Day-Veteran:

"Auf dem Boot sah ich tote, verwundete und lebende Soldaten. Sie riefen 'Mama, Mama, Mama'", so D-Day Veteran Frank DeVita. "Jeder denkt, man betet zu Gott. Aber wenn du im Sterben liegst, rufst du nach deiner Mama."

Auch Steve Milnikoff vom 175. Infanterie-Regiment erinnert sich genau:

"Als ich zusammenbrach, blickte ich zur Seite und sah Lieutenant Fields, der vom gleichen Feuerstoß getroffen wurde. Er stand da und die Kugeln trafen ihn. Als der Kugelhagel vorbei war, fiel er zu Boden und starb."

Immer wieder werden Erinnerungen wach

Es sind Bilder, die die Veteranen nie vergessen werden. Bilder, die ihr Leben geprägt haben.

"Hätte man keine Angst gehabt, hätte was nicht gestimmt. Denn verdammt nochmal: Wir waren Kinder", sagt Eugene Deibler. Er diente in der 101. US-Luftlandedivision.

Der 96-jährige französiche Veteran Leon Gautier hat die Kommandos von damals noch immer im Ohr:

"Die Befehle lauteten, so schnell wie möglich den Strand hochzulaufen - dorthin, wo die Bunker standen. Denn je näher wir an ihnen dran waren, desto sicherer waren wir. Als wir ankamen, warfen wir Granaten durch die Löcher der Bunker."

Mit der Landung der Alliierten kamen den deutschen Soldaten Zweifel, ob sich dieser Krieg tatsächlich noch gewinnen lässt.

"Als junger Soldat dachte ich, bei dieser Masse an Soldaten die gelandet ist, ist der Krieg verloren", so der deutsche Veran Paul Golz. "Hitler soll jetzt aufhören - das ging mir durch den Kopf. Und zum Schluss habe ich gesehen, was er an Jugendlichen geopfert hat."

"Ich würde es für eine Million Dollar nicht nochmal durchmachen wollen"

Zum 75. Jahrestag finden in diesen Tagen zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Sie sollen all jene ehren, die sich der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entgegengestellt haben.

"Ich frage mich oft, ob es das wert war", sagt Veteran George Skipper. "Ich glaube nicht, dass es das war, denn niemand nimmt mehr Notiz davon. Es ist alles in Vergessenheit geraten."

Der Schmerz sitzt tief - auch bei Vincent Corsini - der Teil des 116. Infanterie-Regiments war:

"Ich würde all diese Erfahrungen nicht für eine Million Dollar eintauschen, aber ich würde es für eine Million Dollar auch nicht nochmal durchmachen wollen."

Wie viele wurde Veteran Frank DeVita ungewollt zum Sterbebegleiter:

"Ich griff nach unten und nahm seine Hand, damit er wusste, dass er nicht allein ist. Er drückte meine Hand, als ob er sagen wollte, 'es ist in Ordnung' - und er starb. Er war noch so jung - und er war tot."