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Frankreich: Ermittlungen gegen Ex-Innenminister Collomb

Frankreich: Ermittlungen gegen Ex-Innenminister Collomb
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Das Rathaus von Lyon und der Wohnsitz von Bürgermeister Gérard Collomb sind von der Polizei durchsucht worden. Der Vorwurf gegen den ehemaligen Innenminister im Kabinett von Ministerpräsident Édouard Philippe: Verdacht der Unterschlagung öffentlicher Gelder zugunsten einer ehemaligen Partnerin. Das hat die französische Finanzstaatsanwaltschaft („AFP“) bestätigt.

Collomb hat inzwischen eingeräumt, dass die Frau, nach Presserecherchen („Le Point“) Mutter eines seiner Kinder, seit der drei Jahre lang währenden Partnerschaft der beiden Mitte der 90er Jahre in verschiedenen Positionen bei der Stadt Lyon angestellt war und ist – aktuell in einem der kommunalen Rathäuser.

Beobachter erinnerten sich daran („Le Point“), dass bereits im Kommunalwahlkampf 2008 Gerüchte über eine Scheinbeschäftigung aufgetaucht seien.

Mitte September 2018 hatte Collomb seinen Rücktritt als Innenminister nach der Europawahl angekündigt, („L’Express“). Demnach will er bei den französischen Kommunalwahlen im Jahr 2020 wieder zum Bürgermeister Lyons im Südosten Frankreichs gewählt werden.

Collomb, Gründungsmitglied der Sozialistischen Partei (PS) (gegründet 1969) ist seit 2001 Bürgermeister der Stadt Lyon, der drittgrößten Stadt in Frankreich – unterbrochen von zwei Jahren Ministeramt in Paris.

su