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#BlueForSudan: Internet trauert um Studenten (26) und viele Opfer

#BlueForSudan: Internet trauert um Studenten (26) und viele Opfer
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Von Kirsten Ripper mit dpa
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Unter dem Hashtag #BlueForSudan zeigen auch Prominente ihre Solidarität mit den Protestierenden im Sudan.

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Im Internet zeigen zahlreiche Nutzer von sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #BlueForSudan ihre Solidarität mit der Protestbewegung gegen die Militärregierung im Sudan. Einem sudanesischen Ärzteverband zufolge wurden bei der Niederschlagung der Proteste zuletzt mehr als 100 Menschen getötet und mehr als 500 wurden verletzt. Andere Quellen sprechen von weit mehr Toten.

Blau sei die Lieblingsfarbe von Mohammed Haschim Mattar gewesen - zumindest hatte der junge Sudanese einen Twitter-Post veröffentlicht, in dem er den Himmel blaut malte. Er wurde vergangene Woche Montag bei der gewaltsamen Räumung der Sitzblockade in Khartum getötet, einen Tag nach seinem 26. Geburtstag, sagte sein Bruder Abdullah der Deutschen Presse-Agentur. Er studierte eigentlich in London und sei für die Hochzeit seiner Schwester in den Sudan gereist.

Seine Familie habe begonnen, nach dem Tod des Studenten #BlueForSudan zu nutzen, sagte sein Bruder. Danach wurde der Hashtag von vielen Internet-Usern geteilt und wurde zum Symbol der Solidarität mit den Opfern im Sudan. Auch Prominente wie Naomi Campbell und die Musikerin Demi Lovato, der auf Instagram mehr als 72.000 andere folgen, machten bei der Aktion mit und zeigten als Profilbild die Farbe Blau.

Monatelange Massenproteste in dem Land im Nordosten Afrika hatten im April zum Sturz von Langzeitmachthaber Al-Baschir durch das Militär geführt. Die Sitzblockade in Khartum, die zum Symbol der Revolution geworden war, hielt auch nach dem Putsch an. Die Menschen forderten von der Militärführung eine schnelle Übergabe der Macht an eine zivile Regierung. Am 3. Juni lösten dann Sicherheitskräfte die Sitzblockade gewaltsam auf.

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