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Theresa Mays Nachfolge: TV-Debatte ohne Favorit Johnson

Theresa Mays Nachfolge: TV-Debatte ohne Favorit Johnson
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Im britischen Fernsehen haben sich mögliche Nachfolgekandidaten von Theresa May eine erste Fernsehdebatte geliefert. Dominiert wurde die Diskussion vom Brexit - die Abgeordneten stritten über die Neuverhandlung des Brexit-Abkommens und Möglichkeit eines No Deal-Brexits.

Sechs Kandidaten für den Tory-Vorsitz

Sechs Kandidaten bewerben sich um den Vorsitz der britischen konservativen Partei, darunter Umweltminister Michael Gove, der frühere Brexit-Minister Dominic Raab, Innenminister Sajid Javid, Außenminister Jeremy Hunt und Entwicklungshilfeminister Rory Stewart.

Boris Johnson nicht anwesend für Fernsehdebatte

Einig waren sich die fünf Kandidaten in ihrer Position gegenüber dem Chef der Brexit-Partei Nigel Farage, und auch gegenüber dem früheren Außenminister Boris Johnson fanden sie klare Worte. Er gilt als Favorit für den Tory-Vorsitz und war der Sendung ferngeblieben.

"Wo ist Boris? Wenn sein Team ihm nicht erlaubt, mit fünf ziemlich freundlichen Kollegen zu diskutieren, wie wird er sich gegenüber 27 EU-Ländern schlagen? Er sollte hier sein, um genau diese Frage zu beantworten", fragte Außenminister Jeremy Hunt_.
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Umwelt- und Ernährungsminister Michael Gove erklärte: "Nigel Farage ist nicht das Gesicht des Brexit. 17,4 Millionen Menschen wollen die EU verlassen. Es geht nicht um einen Mann. Es geht um uns alle und das beste, um den Brexit zu meistern, ist, die Talente jedes einzelnen in der Konservativen Partei zu nutzen."

Entwicklungshilfeminister Rory Stewart sieht ein ganz anderen Problem: "Das grundlegende Problem hier ist, dass es einen Wettbewerb des Machotums gibt. Jeder gibt vor, taffer zu sein. Ehrlich gesagt, jedes Mal, wenn ich diese Debatte führe, sagen alle: "Vertrau mir, ich werde es hinbekommen, ich bin der Kerl, ich kann das Unmögliche schaffen". Und ich werde beschuldigt, ein Miesmacher zu sein, wenn ich versuche, realistisch zu sein".

Boris Johnson weiterhin Favorit

Neben dem Brexit machten die Kandidaten auch eine Reihe von Vorschlägen, wie sie Großbritannien innenpolitisch voran bringen wollen - beispielsweise mit Investionen ins Bildungssystem, der Bekämpfung des Analphetismus und Reformen des britischen Sozialsystems.

Die meisten Beobachter gehen dennoch davon aus, dass Boris Johnson das Rennen um den Parteivorsitz machen wird, solange er sich keinen Fauxpas leistet.

Bisher hat er seine Pläne für sich behalten, doch schon am Dienstag könnte sich das ändern, wo er für eine zweite Fernsehdebatte erwartet wird.