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MH17: Kreml nennt Vorwürfe haltlos

MH17: Kreml nennt Vorwürfe haltlos
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Die Haftbefehle im Zusammenhang mit dem Abschuss der Passagiermaschine MH17 stoßen in Russland auf Kritik. Die Regierung in Moskau nennt die Ermittlungen einseitig.

Das internationale Ermittlerteam habe wie auf der letzten Pressekonferenz auch keine konkreten Beweise vorweisen können, um die unrechtmäßigen Beschuldigungen zu belegen, hieß es auf der Website des russischen Außenministeriums.

Auf ukrainischer Seite wurden die Haftbefehle begrüßt. Der Kreml solle endlich zugeben, für die Waffenlieferungen verantwortlich zu sein und mit den Behörden zusammenarbeiten, schrieb das Außenministerium auf seiner Seite.

Wer sind die Verdächtigen?

Beschuldigt wird unter anderen der damalige Kommandant der prorussischen Rebellen Igor Girkin. Dieser wollte sich nicht äußern, "kein Kommentar. Nur soviel: Die Rebellen haben die Boeing nicht abgeschossen. Ich habe die Angelegenheit damals nicht kommentiert und werde dies auch heute nicht tun."

Warum dauerte es so lange, vier Verdächtige zu identifizieren?

Einem russischen Aktivisten und investigativem Journalisten zufolge sind weitere Namen bekannt.

Roman Dobrokhotow, Chefredakteur der investigativen Online-Zeitung "The Insider", rechnet mit weiteren Enthüllungen. "Die Ermittler haben uns nur jene Menschen gezeigt, denen man die Schuld nachweisen kann", erklärt Dobrokhotow. "Aber für Ermittler und Journalisten gelten andere Maßstäbe. Vor Gericht müssen die Beweise wasserdicht sein. Deshalb dauerten die Ermittlungen so lange und deshalb wurden uns nur vier Namen genannt. Dennoch bin ich sicher, dass alle Verdächtigen, die wir in unserem Bericht erwähnt haben und von denen viele direkt für das russische Verteidigungsministerium arbeiten, im Laufe der Pressekonferenzen genannt werden."