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Schweden: Reisen trotz „Flugscham“

Schweden: Reisen trotz „Flugscham“
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Familie Björstrand fährt in den Urlaub. Doch fliegen kommt für die Schweden nicht mehr in Frage. Rucksack auf, rein ins Abteil und quer durch Nordeuropa. Familie Björstrand hat Flugscham, wie man in Schweden sagt. Und das heißt:

„Ich spüre, wie das Schuldbewusstsein steigt. Es gibt Kollegen, die vermeiden, mit mir über ihre langen Flüge zu sprechen. Meine Familie und Freunde sind eher interessiert und lassen sich anstecken. Ich habe viele Freunde, die diesen Sommer zum ersten Mal per Zug in den Urlaub fahren“, sagt Pia Björstrand.

Bahn und Fluggesellschaften: Kampf um die Kunden

1,5 Millionen Fahrkarten mehr als 2017 verkaufte der staatliche schwedische Bahnbetreiber SJ eigenen Angaben nach im vergangenen Jahr. SJ-Sprecher Tobbe Lundell erläutert: „Hier in Schweden kann man 40.000 Mal mit der Bahn von Stockholm nach Göteborg fahren, ehe man den Ausstoß von Schadstoffen eines einzigen Fluges erreicht.“

Ist die Bahn im Vergleich zum Flugverkehr die bessere Wahl? Nein, meint, der Leiter der Nachhaltigkeitsabteilung der skandinavischen Fluggesellschaft SAS, Lars Andersen Resare: „Ich finde, Fliegen bietet die einzigartige Möglichkeit des schnellen, sicheren und effizienten Reisens über große Entfernungen. Anstatt nicht mehr zu fliegen, sollten wir den Wandel zu einem geringen Ausstoß von Schadstoffen beschleunigen, um weiterhin diese Dienstleistung anbieten zu können.“

Urlaub in der Nähe sei auch eine Lösung, meint Familie Björstrand. Es muss nicht immer die Karibik sein, die Ostsee tut es manchmal auch.