Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Tiflis: 10.000 protestieren bei Friedensmarsch gegen russischen Einfluss

Tiflis: 10.000 protestieren bei Friedensmarsch gegen russischen Einfluss
Copyright
REUTERS/Irakli Gedenidze
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Mehr als 10.000 Menschen haben in der georgischen Hauptstadt Tiflis protestiert. Bei dem sogenannten Friedensmarsch forderten sie den Abzug russischer Truppen aus den Regionen Abchasien und Südossetien und den Rücktritt von Innenminister Giorgi Gakharia. Er wird für die Gewalt bei Demonstrationen mit mehr als 200 Verletzten vor zehn Tagen verantwortlich gemacht.

"Wir protestieren gegen zwei Dinge - zum einen die Besetzung durch Russland, denn wir glauben, dass jeder in unserem Land und außerhalb sich daran erinnern sollte, dass nicht nur 20 Prozent von Georgien durch Russland besetzt sind, sondern auch, dass sie uns jeden Tag, jeden Monat, weiterhin unterdrücken. Zum anderen wollen wir, dass Gakharia wegen der Gewalt gegen Demonstranten geht", erklärt diese aufgebrachte Demonstrantin.

Russische Einflussnahme befürchtet

Viele Georgier fürchten, dass Russland versucht, seinen Einfluss in der früheren Sowjetrepublik auszuweiten. Die Proteste wurden durch den Besuch einer russischen Delegation ausgelöst. im georgischen Parlament ausgelöst worden.

Moskau verbietet Direktflüge nach Georgien

Russland hatte die Demonstrationen als "russlandfeindlich" eingestuft und ein Flugverbot nach Georgien veranlasst. Nach Kreml-Angaben unterschrieb Präsident Wladimir Putin ein Dekret, wonach ab dem 8. Juli keine Passagierjets mehr nach Georgien fliegen sollen. Das Land im Kaukasus ist ein beliebtes Reiseziel bei Russen.