Neue Studie: Bäume als Klimaretter

Neue Studie: Bäume als Klimaretter
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Das Pflanzen von Bäumen ist laut einer neuen Studie das effektivste Mittel gegen den Klimawandel. Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zufolge könnte auf 900 Millionen Hektar rund um die Erde zusätzlich aufgeforstet werden - eine Fläche so groß wie die USA. Sind die Bäume ausgewachsen könnten sie zwei Drittel des bis heute vom Menschen verursachten Kohlenstoffs speichern, das heißt 205 Milliarden Tonnen.

"Wir haben festgestellt, dass die Wiederaufforstung tatsächlich zehnmal besser ist als jeder andere Lösungsvorschlag zum Klimawandel", so der Studienleiter, Professor Tom Crowther. "Selbst wenn wir nur zehn Prozent unserer Ziele erreichten, hätten wir bereits eine enorme Wirkung. Und mit der derzeitigen weltweiten Bewegung zum Klimaschutz bin ich eigentlich sehr optimistisch."

Wo funktioniert die Aufforstung am besten?

Allerdings müsse man schnell handeln, denn es werde Jahrzehnte dauern, bis die Wälder reiften und ihr Potenzial als natürliche CO2-Speicher ausschöpften. Der Studie nach wären die Bedingungen für die Aufforstung in Russland, den USA, Kanada, Australien, Brasilien und China am besten.

"Das war das Ziel der Studie: Zu zeigen, welche Ökosysteme Bäume auf natürliche Weise unterstützen und wie viel Kohlenstoff sie in diesen Gebieten aufnehmen könnten. Es ist eine Art Richtlinie", sagt Crowther.

Trotz allem betonen die Forscher, dass die Aufforstung nur eine von vielen Maßnahmen für den Klimaschutz sein kann. Eine rasche Abkehr vom fossilen Wirtschaftsmodell sei notwendig.