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Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss erhält Georg-Büchner-Preis

Lukas Bärfuss - Frankfurt Buchmesse 2014
Lukas Bärfuss - Frankfurt Buchmesse 2014 -
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Der renommierteste deutsche Literaturpreis - der Georg-Büchner-Preis - geht dieses Jahr an den Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Lukas Bärfuss. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit.

Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 2. November in Darmstadt verliehen.

"Mit Lukas Bärfuss zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen herausragenden Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus", heißt es in der Begründung der Jury. "Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens." Es seien Qualitäten, die zugleich Bärfuss' Essays prägen, in denen er die heutige Welt mit furchtlos prüfendem, verwundertem und anerkennendem Blick begleite.

Bekannt wurde der Autor unter anderem durch seinen Roman "Hundert Tage", der vom Völkermord in Ruanda handelt, sowie "Koala" über den Suizid seines Bruders. Zu seinen bekanntesten Werken zählt auch das Bühnenstück "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern".

Seit 1951 wird der Preis an Schriftsteller vergeben, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen "durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten" und "an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben".

Zu den Preisträgern gehören unter anderem Max Frisch (1958), Günter Grass (1965) und Heinrich Böll (1967) sowie zuletzt Jürgen Becker (2014), Rainald Goetz (2015), Marcel Beyer (2016), Jan Wagner (2017) und im vergangenen Jahr die Schriftstellerin Terézia Mora.

Der Namensgeber des Preises - Georg Büchner - war ein Dramatiker, der für sein Werk "Woyzeck" bekannt ist. Er wurde 1813 im Großherzogtum Hessen geboren und starb 1837 in Zürich.

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