Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Nicht aufgeräumt: Trauer um Friederike Mayröcker in 10 lieben Tweets

Von Kirsten Ripper mit dpa, Twitter
Friederike MAYRÖCKER
Friederike MAYRÖCKER   -   Copyright  HERBERT NEUBAUER/AFP
Schriftgrösse Aa Aa

"Friederike Mayröcker wird bleiben, was sie mehr als ein halbes Jahrhundert lang war: ein hell leuchtender Fixstern am Himmel der österreichischen Gegenwartsliteratur." Das sagt Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer zum Tod der Grande Dame, die im Alter von 96 Jahren in Wien gestorben ist.

Auch Präsident Alexander Van der Bellen gehört zu denen, die um die Autorin trauern, er lobt ihre "unaufdringliche Eleganz".

Im Alter von 15 Jahren hatte Friederike Mayröcker zu schreiben begonnen. Ihr erstes Werk "Larifari: Ein konfuses Buch" erschien aber erst viel später.

Sie arbeitete mit Otto Basil, Paul Celan und Erich Fried zusammen - später vor allem mit Ernst Jandl, der im Jahr 2000 verstorben ist.

2011 würdigte Mayröcker ihn für die Ausstellung "Ich liebe Dich!" im Deutschen Literaturarchiv Marburg mit dem Gedicht "1 efeublatt für Ernst Jandl".

Um Geld zum Leben zu haben, arbeitete Mayröcker als Englischlehrerin.

Auf Twitter teilen viele Userinnen und User die Trauer um die Schriftstellerin - in Fotos und Texten. Viele liebten neben ihren Werken die Frau, die Melancholie und Chaos verbreitete.

Mayröcker schrieb Gedichte, Text-Collagen, Romane, Kinderbücher und fürs Theater, gängige Erzählmuster lehnte sie ebenso ab wie das Aufräumen der Wohnung.