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Corbyn kritisiert Johnsons Pläne

Corbyn kritisiert Johnsons Pläne
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REUTERS/Peter Nicholls/Φωτογραφία αρχείου
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Labour-Chef Jeremy Corbyn hat die Wahl Boris Johnsons zum neuen Vorsitzenden der britischen Konservativen kritisiert. Er warnte vor den Plänen Johnsons, die EU notfalls auch ohne Vertrag zu verlassen und kündigte ein Misstrauensantrag gegen Johnson an.

Er wurde von weniger als hunderttausend Menschen gewählt und auf Grundlage eines Programms, das Steuererleichterungen für die sehr Reichen und einen No-Deal-Brexit vorsieht. Ich denke, er sollte mal genauer darüber nachdenken, wohin uns das führt.
Labour-Vorsitzender Jeremy Corbyn

Der 55-jährige Johnson wurde von den rund 160.000 Mitgliedern der regierenden Konservativen Partei als Nachfolger von Theresa May zum neuen Chef der Torys gewählt. Sein Sieg war bereits vor der Wahl prognostiziert worden.

Ein No-Deal-Szenario wäre sehr, sehr nachteilig für die Arzneimittelversorgung, für unser Agrarsystem, für unsere produzierende Industrie und unsere Wirtschaft als Ganzes. Es würde ihn direkt in eine bestimmte Form von Handelsabkommen mit Donald Trump treiben - verhandelt aus einer sehr schwachen Position heraus.
Labour-Vorsitzender Jeremy Corbyn

Auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan äußerte sich besorgt über die Versprechen Johnsons in Richtung Brexit-Hardliner: "Ich stimme seinen Ansichten zum Brexit überhaupt nicht zu. Ich denke, er irrt sich in Bezug auf einen Brexit ohne ein Handelsabkommen. Ich mache mir Sorgen um unsere Stadt in Bezug auf Arbeitsplätze, in Bezug auf Wachstum und Wohlstand, wenn wir die Europäische Union verlassen."

"Lasst Farage nicht die Fäden ziehen, Boris ist eine Marionette", skandierten Bürger auf Londons Straßen.

Der Tory-Vorsitzende übt traditionell auch den Posten des Premierministers aus, An diesem Mittwoch wird Boris Johnson von der Queen offiziell zum neuen Premierminister ernannt.