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Antrittsbesuch in Schottland: Boris Johnson ausgebuht

Antrittsbesuch in Schottland: Boris Johnson ausgebuht
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Ein Pfeifkonzert zur Begrüßung: Bei Boris Johnsons Ankunft in Edinburgh wurde schnell klar, dass der neue britische Premier hier nicht viele Freunde hat. Die Schotten haben mehrheitlich gegen den Brexit gestimmt und halten nichts von Johnsons Hardliner-Kurs.

Johnsons Brexit-Kurs "gefährlich"

Bei Vorwahlumfragen hatten sich hier gerade mal 20 Prozent für ihn als Regierungschef ausgesprochen. Buh-Rufe vor dem Regierungssitz, mahnende Worte drinnen: Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon warf Johnson vor, insgeheim einen No-Deal-Brexit anzustreben – und pochte auf ein neues Unabhängigkeitsreferendum für Schottland.

„Hinter allem Bluff und Getöse fährt diese Regierung einen Kurs, der gefährlich ist. Es ist ganz offensichtlich, dass der Premierminister das Vereinigte Königreich direkt auf einen No-Deal zusteuert. Er hat eine Haltung eingenommen, die einen Deal mit der EU quasi unmöglich macht – und das wäre eine Katastrophe für Schottland, ja für das ganze Vereinigte Königreich", so Sturgeon nach dem Treffen mit Johnson.

Brexit am 31.10. – koste es, was es wolle

Dieser dagegen zeigte sich bei seinem Antrittsbesuch in Schottland „zuversichtlich, dass er ein Abkommen bekommen werde“ – allerdings zu ganz klaren Bedingungen.

"Der Backstop ist nicht gut, er ist tot. Mays Austrittsabkommen ist tot und wir brauchen ein neues. Mit gutem Willen auf beiden Seiten, sehr reifen politischen Seiten – Großbritannien und der EU – können wir das schaffen. Wir verlassen die EU am 31. Oktober – mit oder ohne Deal.“

Scheitert auch Johnson an Herausforderung Brexit?

Beobachter vermuten aber: Die EU wird hart bleiben, das Parlament in London einen No-Deal verhindern. Für die Briten würde das wohl Neuwahlen bedeuten – schon wieder. Doch Johnson gibt sich selbstbewusst, setzt die Werbetour für seine Brexit-Pläne durch Großbritannien fort. Nächste Station: Wales.