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Gazastreifen: Historische Stätten und Funde in Gefahr

Gazastreifen: Historische Stätten und Funde in Gefahr
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Gazastreifen: Heimat historischer Funde

Dschabalia im Norden des Gazastreifens: Archäologen arbeiten hier an den Überresten einer alten byzantinischen Kirche.

Jahrhundertelang lag sie unter dem Sand, bevor sie 1996 entdeckt wurde. Den Archäologen geht es nun darum, Funde wie diesen für die Zukunft zu bewahren und zu schützen.

René Alter leitet die Arbeiten. "Diese Ausgrabungen sind wichtig für die Geschichte des Gazastreifens, denn sie spiegeln die christliche Periode in Gaza wider. Andere Stätten zeigen die Spuren der römischen Zeit, der griechischen oder der persischen."

Auch die muslimischen Umayyaden und Mamelucken, die Osmanen und Briten hinterließen ihre Spuren in der geschichtsträchtigen Gegend.

Unruhige politische Lage erschwert Ausgrabungen

Die unruhige politische Situation hat den Schutz alter Ausgrabungen heute allerdings in den Hintergrund gerückt. Statt dessen wurden und werden viele der Stätten geplündert, die Funde verkauft.

Einer der Käufer: Walid al-Akkad aus Chan Junis, der hier nun ein Museum mit den Artefakten betreibt. So bewahrte er viele der Stücke vor dem Verschwinden.

"Ich habe die Sachen Leuten abgekauft, die sie gefunden oder eingesammelt hatten. Dieses Museum wurde aus meinem eigenen Antrieb und auch auf Kosten des Brots für meine Kinder errichtet."

Privatleute setzten sich ein

Ebenfalls in Chan Junis bewahrt ein weiteres Altertumsmuseum Funde als früheren Perioden des Gazastreifens auf. Leiterin ist Najlaa Abu Lahya.

"Das Tourismusministerium hat uns mit einem Dokument bestätigt, dass wir diese Fundstücke besitzen dürfen und das Recht haben, sie zu bewahren und unserer Sammlung beizufügen, allerdings dürfen wir sie nicht verkaufen."

Insgesamt gibt es fünf gesetzlich anerkannte Privatsammlungen im Gazastreifen.