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Ex-Präsident Kirgistans muss in Untersuchungshaft

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Ex-Präsident Kirgistans muss in Untersuchungshaft
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Der ehemalige Präsident Kirgistans, Almasbek Atambajew, kommt in Untersuchungshaft. Das hat ein Gericht in der Hauptstadt Bischkek entschieden. Seinem Anwalt zufolge wird ihm Korruption im Zusammenhang mit der Freilassung eines verurteilten Straftäters vorgeworfen.

Atambajews Partei sprach davon, dass sich der Ex-Präsident ergeben habe. Jetzt hat sich auch Russland zu den Ereignissen in der ehemaligen Sowjetrepublik zu Wort gemeldet.

"Wir verfolgen die Lage in dem Land sehr aufmerksam", so Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew, "meiner Meinung nach hat es in Kirgistan schon genug Revolutionen im 21. Jahrhundert gegeben. Es wäre sehr schlecht, wenn solche Ereignisse das Land politisch und wirtschaftlich destabilisieren."

Atambajew selbst hatte das Vorgehen der Behörden gegen ihn als gesetzlos bezeichnet. Seine Festnahme hatte sich schwierig gestaltet. Anhänger Atambajews hatten demonstriert und versucht, die Festnahme zu verhindern. Bei Ausschreitungen wurden etwa 50 Menschen verletzt, ein Angehöriger der Sicherheitskräfte wurde Medienberichten zufolge getötet. Erst beim zweiten Versuch klappte die Festnahme.

Atambajews Präsidentschaft endete vor zwei Jahren; es war der erste friedliche Machtwechsel nach mehreren Umstürzen.