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Guatemala: Konservativer Giammattei wird neuer Präsident

Guatemala: Konservativer Giammattei wird neuer Präsident
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Der Konservative Alejandro Giammattei hat in Guatemala die Präsidentschaftswahlen gewonnen.

Mit fast 60 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen die Sozialdemokratin Sandra Torres durch. Im ersten Wahlgang hatte die frühere Präsidentengattin vorn gelegen, aber nicht die nötige absolute Mehrheit erreicht. Die Stichwahl konnte Giammattei nun für sich entscheiden.

"Das Ziel ist erreicht. Heute, mit einem Knoten im Hals, sage ich euch, dass es für mich - bescheidenen Diener, demütigen Bürger Guatemalas eine immense Ehre ist, Präsident dieses Landes, das ich von ganzem Herzen liebe, zu werden", sagte Giammattei nach seinem Sieg.

Guatemala kämpft mit Armut und Korruption

Die Wahlbeteiligung in dem mittelamerikanischen Land war gering - nicht einmal 50 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Für den früheren Chef der Gefängnisverwaltung dürften vor allem der Kampf gegen Kriminalität, Arbeitslosigkeit und Korruption zur Bewährungsprobe werden. Giammattei hat unter anderem angekündigt, für mehr Sicherheit die Todesstrafe wieder einzuführen.

Umstrittenes Migrationsabkommen mit den USA

Zuletzt hatte die Regierung Guatemalas ein umstrittenes Migrationsabkommen mit den USA abgeschlossen, das Migranten auf dem Weg dorthin verpflichtet, Asyl in Guatemala zu beantragen. Der Vertrag betrifft vor allem Menschen, die aus Honduras und El Salvador durch Guatemala kommen. Giammattei lehnt das Abkommen ab. Es wird vor Guatemalas Verfassungsgericht angefochten.

Im Januar wird Giammattei sein Amt antreten. Der Verfassung Guatemalas zufolge bleibt der Präsident für vier Jahre im Amt. Seine Wiederwahl ist unzulässig.

Auf Twitter bedankte sich der designierte Präsident für das Vertrauen und verspricht ein "anderes Guatemala". Als Diener der Nation werde er zusammen mit der Bevölkerung daran arbeiten, dass die Regierung so werde, wie sie das Volk verdiene.