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Treibstoffkrise in Portugal: Viele Tankstellen bereits leergetankt

Treibstoffkrise in Portugal: Viele Tankstellen bereits leergetankt
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Die portugiesische Polizei hat am ersten Tag des unbefristeten Streiks der Gefahrgut-Fahrer Tankwagenkonvois begleitet, um Hunderte von Tankstellen zu versorgen, die bereits leergetankt waren. Laut Regierungsangaben hatte sich in den vergangenen Tagen der Kraftstoffverkauf im Vergleich zum Normalzustand fast verdoppelt. Einem Autofahrer-Portal zufolge war zeitweise etwa ein Sechstel aller 3000 Tankstellen leergezapft. Viele Autofahrer hatten in Erwartung von Versorgungsschwierigkeiten am Wochenende vollgetankt. Streikende warfen Transportunternehmen vor, Fahrer zu bestechen, damit sie zur Arbeit erscheinen. In der Folge drohte die Gewerkschaft damit, die Mindestleistungen nicht mehr zu respektieren.

"Die Sicherheitskräfte haben die Anweisung, dass jeder Verstoß gegen die Notstandsanordnungen nicht ungestraft bleiben darf", so Ministerpräsident Antonio Costa.

Kraftstoff für Privatleute ist rationiert

Der Energienotstand verpflichtet Transportunternehmen, weiter mindestens 50 Prozent des Kraftstoffs an Tankstellen zu liefern. Militär, Einsatzkräfte sowie Flughäfen und Häfen sollten weiter zu 100 Prozent bedient werden. Für Privatleute ist der Kraftstoff rationiert: Pkw dürfen nur noch 25 Liter und Lkw nur noch 100 Liter tanken.

Euronews-Reporterin Filipa Soares: "Ungeachtet des Aufrufs, den der Vizepräsident der Gewerkschaft der Tankwagenfahrer gemacht hatte, sind die Fahrer der Raffinerie in Leça da Palmeira nördlich von Porto zur Arbeit angetreten, um die Mindestversorgung zu sichern. Der Gewerkschafter warf der Regierung vor, das verfassungsmäßige Streikrecht infrage zu stellen."