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#MeToo: Plácido Domingo der sexuellen Belästigung beschuldigt

#MeToo: Plácido Domingo der sexuellen Belästigung beschuldigt
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Der spanische Opernstar Placido Domingo muss sich Vorwürfen der sexuellen Belästigung stellen.

Medienberichten zufolge sagten mehrere Frauen, sie hätten Annäherungsversuche Domingos als extrem aufdringlich wahrgenommen und sich sehr unwohl gefühlt.

So auch die ehemalige Opernsängerin Patricia Wulf: "Er sah auf meine Brust und sagte: 'Wie geht es dir?' Er sprach mit meinen Brüsten."

Der Opernstar habe versucht, Frauen zu sexuellen Handlungen zu überreden, indem er ihnen Jobs angeboten habe. In einigen Fällen habe er die Frauen bestraft, wenn sie seine Annäherungsversuche ablehnten.

Patricia Wulf erklärte, sie habe gewusst, dass sowas an vielen Orten und in vielen großen Häusern vorgekommen ist.

Domingo bestreitet die Anschuldigungen

Der Opernsänger und Dirigent wies die Vorwürfe umgehend zurück. Der 78-jährige erklärte, dass die Behauptungen, die bis zu dreißig Jahre zurückreichen, zutiefst beunruhigend und ungenau seien.

Ihm sei jedoch klar, dass die Regeln, die heute gelten und an denen man sich messen lassen sollte, in der Vergangenheit anders aussahen. Seiner Ansicht nach seien all seine Beziehungen immer einvernehmlich gewesen.

Patricia Wulf fürchtete um ihre Existenz:

"Du fühlst Wut, du fühlst Angst, und dann denkst du: Ich habe gerade 'Nein' zum Chef dieser ganzen Branche gesagt. Was wird nun aus meiner Karriere? Ich habe schließlich 10 Jahre gearbeitet, um es auf diese Bühne zu schaffen."

Domingo gilt als einer der erfolgreichsten Opernsänger überhaupt. Zusammen mit José Carreras und Luciano Pavarotti bildete er die "Drei Tenöre".